Fernseh- und Internetkabel von den Masten entfernt

Nicolae Robu: Unterirdische Verlegung auf radikale Weise erzwungen

Freitag, 21. September 2018

In der Mihai-Viteazu-Straße wurden die Kabeln abgeschnitten. Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar (ADZ) – Anfang September hatte Bürgermeister Nicolae Robu die Entfernung der Internet- und Fernsehkabel von den Beleuchtungsmasten auf dem Mărăşti-Platz und auf den dorthin führenden Straßen Oituz, Aradului und Dima angeordnet, für mehrere Tage war der Empfang von Internet und Kabelfernsehen in weiten Teilen der Innenstadt ausgefallen. Er sehe keine andere Möglichkeit, die Betreiber zu zwingen, die Kabel zu entfernen und unterirdisch zu verlegen, als die Zwangsentfernung durch die Arbeiter des Städtischen Verkehrsbetriebs. Dieser ist nun auch für die Beleuchtung zuständig und verwaltet im Stadtgebiet mehrere Tausend Beleuchtungsmasten.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden dann die Kabel auf der gesamten Länge des frisch sanierten Mihai-Viteazul-Boulevards in der Elisabethstadt durchgetrennt und von den Masten entfernt, die Server und die Internetseiten der Technischen Universität, der West-Universität, der Temeswarer Filiale der Rumänischen Akademie, anderer Behörden und Unternehmen fielen zeitweilig aus. Mannschaften der Unternehmen RDS, UPC und Telecom waren fast ununterbrochen im Einsatz, um die Leitungen unterirdisch zu führen und die Verbindungen wieder herzustellen. Die Infrastruktur dazu hatte das Bürgermeisteramt bereits 2015 bauen lassen, doch die wiederholten Mahnungen der Stadtverwaltung, die Masten vom hässlichen Kabelsalat zu befreien und die Leitungen unterirdisch zu führen, wurden von den Unternehmen bislang nicht beachtet. Bürgermeister Robu erklärte über Facebook, dass der Termin für die unterirdische Verlegung mehrmals verlängert wurde, doch es gab kein Entgegenkommen seitens der privaten Betreiber.

Da ihn die Unternehmen ignoriert haben, müsse er nun zu dieser Maßnahme greifen, auch wenn die Bürger darunter vorübergehend zu leiden haben, sagte Robu. Die Schuld gehöre nicht der Verwaltung, sondern den Unternehmen, die Zeit genug gehabt hätten, um das Problem zu lösen und die Stadt von ihren Kabeln zu befreien. Der Verschandelung des Stadtbildes müsse ein Ende gesetzt werden. Überall dort, wo Straßenzüge saniert werden, werden auch die Beleuchtungsmasten von den Kabeln befreit, so der Bürgermeister. Bis 2021 müsse auch die verkehrsberuhigte Innenstadt von dieser Plage befreit werden. Allein auf dem Mărăşti-Platz habe man Anfang September 170 verschiedene Kabel abgeschnitten und entfernt.

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