FEST-FDR

„Wanted“

Dienstag, 08. Mai 2018

Eine Show auf vertikaler eben: "Wanted". Foto: eVentiVerticali

Die zwei Brüder Luca und Andrea Piallini von „eVenti Verticalli“ haben sich am Sonntag und dann wieder am Montag vom operngroßen Kran vor dem Gebäude des Nationaltheaters Temeswar hochheben und abseilen lassen – in einer komischen und halsbrecherischen Show zugleich, einem Gemisch zwischen Komödie und Videokunst auf hoher Ebene.

Für die Temeswarer ist bereits der Aufbau des Riesenkrans ein Event gewesen, dann kamen noch Musik und Lichter dazu, die Neugierigen ließen sich von ihren Cafétischen stören und stellten oder setzten sich vor dem Nationaltheater Temeswar. Denn da lief die Show ab: Im Rahmen des Doppelfestivals FEST-FDR trat in diesem Jahr die italienische Künstlertruppe „eVenti Verticali“ auf, die in einer fast einstündigen Performance die Zuschauer im Bann hielt, mit Akrobatik, die einiges aufs Korn nahm: Krimis und Videospiele, dann eine Reise auf der Weltkugel vornehmen. Dabei dient die Projektionsfläche für das 2D-Screening und die 3D-Bewegungen der Artisten erinnern an die Bewegung von Figuren auf einem Brettspiel, nur dass dieses nicht liegt, sondern hängt, so dass die ganze Welt eine andere Perspektive hat: vertikal statt horizontal.

Mit dieser Tour haben die beiden Brüder bereits Europa, die USA, Russland und Taiwan betourt. „Wanted“ fand innerhalb der FEST-Komponente (das europäische Festival der performativen Künste) des Doppelfestivals statt, das vom Nationaltheater Temeswar nun zum 23. Mal organisiert wurde.

Das Festival wird heute, Dienstag, mit folgenden Vorstellungen fortgesetzt:

„Înainta erei noastre“ („Vor unserer Zeitrechnung“) von Daniel Chirilă, eine Koproduktion des Theaters „LUNI de la Green Hours“ und „Frilensăr“, 17 Uhr, im Studiosaal „Uțu Strugari“.

„Cea mai călduroasă zi din an“ („Der heißeste Tag des Jahres“) von Bogdan Theodor Olteanu, eine Koproduktion des Theaters „Apollo 111“ und „SUB25“ Bukarest, 19 Uhr, Saal 2.

„Strigătele Parisului“ („Die Schreie von Paris“), Drehbuch und Regie Mihai Mălaimare, eine Porduktion des Theaters „Masca“, Bukarest, 21 Uhr, vor dem Nationaltheater.

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