Festival der Ethnien - Patenschaft der Deutschen

Mittwoch, 05. Juni 2013

Foto: Ioan Tasi

Die Klänge der Musik, eigen der traditionellen Ethnien im Banat, locken jedes Jahr Schaulustige ins Dorfmuseum, an den Stadtrand von Temeswar. Nach wie vor gibt es da Kleingebäck, spezifische Gerichte, „harte“ bzw. erfrischende Getränke. Die Eile, mit der die Veranstalter aus dem Zentrum für Volkskunst und Kultur in diesem die Trachtengruppen immer wider antrieben, war überraschend und wird wohl nicht gewöhnungsbedürftig. Fast im Schnelldurchlauf durchgeführt, hatten langjährige Teilnehmer irgendwie das Gefühl, einer Pflichtübung beizuwohnen. Als Alibi sei es damit belassen, dass die aktiven Teilnehmer einen der angesagten Regenschauer fürchteten. Ein Schelm, der glaubt, das Festival artet in eine  Pflichtübung aus. Auch sonst scheint es an Ernsthaftigkeit zu mangeln. Mehr als eine Stunde nach Beginn des Festivals wusste der Ciprina Cipu, Direktor des Kulturzentrums, nicht, warum die Volksgruppe der Tschechen anwesend waren, obwohl dise ihre Präsenz zugesagt hatten. Die Patenschaft der diesjährigen Veranstaltung hatte die deutsche Minderheit inne. Vom schwäbischen Bauernhaus nach dem Muster der traditionellen Gebäude in Billed ging der Trachtenzug dementsprechend aus. Die Blasmusik hatte ebenfalls deutsche Prägung: Die Blaskapelle aus der Kleinstadt Rekasch begleitete durch das Dorfmuseum, zu allen Gehöften der Ethnien.

Eine engere Zusammenarbeit zwischen den Vertretern der verschiedenen Ethnien wünscht sich für die Zukunft der Vorsitzende des Kulturausschusses im Temescher Kreisrat, Adrian Negoiţă. Nicht zuletzt kann er sich eine Erweiterung dieser Art von Veranstaltung gut vorstellen. Auch die anderen Ethnien, die im Banat leben, solleztn daran teilnehmen. Bisher hatte das Zetrum für Kultur und Volkskunst des Kreises eben nur die traditionellen Minderheiten eingeladen, „die etwas für Kultur- und Brauchtumspflege tun“, wie Ciprian Cipu hervorhob. Adrian Negoiţă glaubt, man könne andere Ethnien ebenfalls einbinden, auch wenn diese noch nicht über die Logistik, mit eigenem Haus im Dorfmuseum und mit Trachten verfügen. Minderheiten, die in anderen Regionen des Landes besser vertreten sind, als im Banat, könnten National spezifische Elemente voprstellen. Nicht zuletzt glaubt Negoiţă, dass man „gezielter für diese Art von Festival werben“ müsse. Es reiche nicht, wenn man die Veranstaltung über die Medien ansagt. 

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