Finanzbehörde muss 23 Preise an einen Arader bezahlen

Der Ofensetzer hatte stapelweise Kassenbons gesammelt

Freitag, 17. April 2015

Arad - Es ist schon eine kuriose Art, auf die manche Banater bei der Lotterie der Kassenzettel abgeräumt haben. Ein Jugendlicher aus  Großsanktnikolaus/ Sânnicolau Mare im Kreis Temesch konnte 13 Bons im Wert von je sechs Lei vorlegen, die er nach Bezahlung des Tarifes von Sportwetten erhalten hatte. Der 25 Jahre alte Robert Hriscu hat seine Gewinnerbons auf Facebook gestellt. Constantin Lungu, ein im Kreis Arad lebender Ofensetzer konnte 23 in Frage kommende Bons vorlegen, die er aus einem Stapel von etwa 1500 ausgesucht hatte.

Der 43 Jahre alte Mann aus der Ortschaft Firiteaz im Kreis Arad hatte von der Lotterie der Kassenbons erfahren, die Kassiererinnen in den Supermärkten hatten jedoch dem Angebot des Staates wenig Erfolg und Sinn beigemessen – ebenso auch viele Kunden, die ihre Kassenbons vor Ort liegen ließen. Der meist über das gesamte Jahr hinaus arbeitslose Lungu, Vater von sechs Kindern, hatte die Kassiererinnen um die liegen gebliebenen Bons gebeten, oder diese aus den Einkaufswagen aufgelesen. Die Kassiererinnen hatten nur einen nichtssagenden Blick und schenkten der gesamten Aktion der Finanzbehörde wenig Vertrauen, sagte Lungu für Mediafax. „Ich habe die Kassenzettel gesammelt, in der Hoffnung das zumindest einer der Gewinner sein wird“, so Lungu.

Nicht klar war zumindest am Dienstag der Arader Finanzbehörde, wie sie mit diesem Fall umgehen werde. „Es ist ein ganz besonderer Fall und wir erwarten von höherer Stelle Anleitungen, wie mit dieser Situation umzugehen ist“, sagte seiner-seits Marius Drăgănescu, Chef der Arader Finanzbehörde.

Der glückliche Gewinner hofft, dass ihm alle Gewinne ausbezahlt werden, „denn so wäre es korrekt“, sagt Lungu. Von seinem Gewinn möchte er auch etwas abgeben: „Ganz egal, wie hoch die Summe sein wird, zehn Prozent davon möchte ich an Notdürftige spenden“, sagt Constantin Lungu.

Die Lotterie der Kassenbons gibt es in Rumänien erst seit Kurzem und gilt als eines der Mittel, Steuerhinterziehung zu bekämpfen.

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