Finanzminister stellt sinkende Sozialabgaben in Aussicht

Teodorovici deutet Reform der öffentlichen Verwaltung an

Mittwoch, 29. Juli 2015

Bukarest (ADZ) – Nach Angaben von Finanzminister Eugen Teodorovici (PSD) fasst die Regierung ihr zeitweilig in Vergessenheit geratenes Versprechen über eine Senkung der Sozialabgaben nun wieder ins Auge – dabei sollen die Lohnnebenkosten sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite sinken. In einem TV-Gespräch erklärte der Finanzminister, dass die Regierung zwar davon abgesehen habe, die Maßnahme im neuen Steuerrecht zu verankern, sie aber „schnellstmöglich“ als weitere Etappe der geplanten Steuererleichterungen umsetzen wolle – eventuell noch bis Jahresende.

Angesichts der von Arbeitsministerin Rovana Plumb im Staatssektor angekündigten Gehaltserhöhungen von bis zu 70 Prozent bis 2017 sagte Teodorovici, dass seiner Meinung nach in der öffentlichen Verwaltung und ihrem behäbigen Beamtenapparat auch eine Strukturreform angebracht sei, und deutete potenzielle Personalkürzungen von rund 20 Prozent an: Jeder fünfte Beamte sei „ineffizient“ und wolle nichts anderes, als „noch vor Feierabend die Tür stürmen“ – solche Personen hätten in der Verwaltung einfach nichts mehr zu suchen, so der Finanzminister.

Bezüglich der in der Steuernovelle vorgesehenen Senkung der Mehrwertsteuer von derzeit 24 auf 19 Prozent, die Premier Victor Ponta möglichst noch in diesem Jahr in Kraft treten lassen wollte, eröffnete Teodorovici, dass dies eventuell zum 1. Dezember geschehen könnte.

Kommentare zu diesem Artikel

Klaus, 29.07 2015, 18:56
Das ist ja mal wieder eine gesschichte aus dem märchenbuch der PSD.mich erstaunt schon das nicht die umlagen für rente, krankenkasse und arbetislosen versicherung gleich auf -0- gesenkt werden.-so wie ic hes erlebe wären erhöhungen der krankenakassen beiträge erforderlich um etwas zu bewirken.-Von der rentenkasse ganz zu schweigen.Aber wenn da rentner sind die neben der rente vollzeit arbeiten und nach ablauf einer zeit eine neu berechnung verlangen? Dazu mit 55 jahren wegen einer obskuren gruppe rente bekommen! Dann ist es klar die kasse wird geplündert.
Sraffa, 29.07 2015, 18:52
@Ottmar : Den demagogischen Satz "...Wie in Griechenland von den deutschen Steuerzahlern ?" hätten Sie sich sparen können da die BNR in RO nach wie vor Lei und keine EURO ausgibt !
Anders war das noch zu König Ludwigs Zeiten als Bismarck den drohenden Staatsbankrott Bayerns mit dem Geld armer Deutscher abwehren musste. Ja, wir vergessen nicht !
Manfred, 29.07 2015, 12:52
Zustimmung,Ottmar-weiterhin ist zu bedenken,das bei den sehr geringen Löhnen die eingezahlten Summen sehr niedrig sind,die Kosten für medizinische Behandlungen sind mit Sicherheit proportional höher.
Ottmar, 29.07 2015, 12:16
Lohnnebenkosten sind
Krankenversicherung,
Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung.
Wo soll da was gespart werden und woher soll zukünftig das Geld kommen um Renten, Arbeitslose und Kranke zu bezahlen. Wie in Griechenland von den deutschen Steuerzahlern ?
Rumänien hat 4,5 Millionen Arbeiter und Angestellte bei gleichzeitig 5,1 Millionen Rentner. Zum Vergleich Deutschland hat 42,7 Millionen Angestellte/Arbeiter und 23,7 Millionen Rentner. Da stimmt das Verhältnis gerade noch. Was treibt diese politischen Dummköpfe denn dazu die Rentenzahlungen zu kürzen. Reiner Populismus für die nächsten Wahlen. Dass rumänische Staatsangestellt viel zu viel verdienen liegt auch auf der Hand wenn man deren Effektivität mit der Leistung von Beamten und Angestellten in Deutschland vergleicht.
Stichwörter KFZ-Zulassung(Dauert 100 mal so lang als in DE), Rentenbescheid(bekommt der Deutsche schon vor seiner Rente mitgeteilt, Nicht so in Rumänien), Bankenwesen(Geldverkehr ist katastrophal, Dauert 100 mal so lang in Rumänien), Krankenversorgung(In Rumänien ohne Leistung bei Krankenhausaufenthalt), Arbeitslosenversorgung, Kindergeld......

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