Finanzspritze Heizung

Weitere 4500 Nutznießer von Zentralheizung abgekoppelt

Freitag, 14. September 2012

Temeswar - Die Sommerhitze verlässt uns, die Vorbereitungen für die Kälteperiode laufen auf Hochtouren. Nach dem schweren Winter 2011/2012 mit langen Perioden anhaltender Kälte und stressig hohen Rechnungen für die Heizung haben die Temeswarer das Thema Heizung heuer sehr ernst genommen. Das heißt: Der Trend zur Abkoppelung von Colterm, der städtischen Fernwärme, blieb in den Reihen der Temeswarer Bevölkerung gleichbleibend stark. Laut Petrică Pampu, Direktor der Temeswarer Heizgesellschaft Colterm, haben sich dieses Jahr 4500 Kunden von der Zentrale abgekoppelt. Im Vorjahr waren es mit 8000 fast das Doppelte, wodurch der Kreis Temesch landesweit diesbezüglich einen der Spitzenplätze belegte. Derzeit gibt es noch 75.000 Fernwärmekunden in der Begastadt, diese Zahl wird Jahr für Jahr kleiner.

Bekanntlich war der 31. August der letzte Tag für eine legale Kündigung. Am 17. September führt das Temeswarer Heizwerk die alljährlichen Proben der städtischen Zentralheizungsanlage durch, der Heizungsstart ist für den 1. Oktober vorgesehen.   Laut Direktor Pampu ist die Situation verständlich, da viele Kunden über die Preisentwicklung alarmiert sind und meist gegenüber den Vorjahren über weniger Geldmittel für die langen Wintermonate verfügen. Die Gesellschaft Colterm dürfte im Vergleich gegenüber anderen städtischen Heizgesellschaften des Landes, die vor oder nach dem Kollaps stehen, besser vorbereitet zu sein: Schon im Mai 2012 hat die Leitung von Colterm bekannt gegeben, dass die Gesellschaft vorbereitet ist, im kommenden Winter in der Stadt Temeswar Fernwärme zu einem für die Kunden akzeptablen Preis liefern zu können.

Eugen Dogariu, Präfekt des Kreises Temesch, hat bekräftigt, dass auch die USL-Regierung trotz der Finanznöte der Temescher Bevölkerung beistehen wird. Gemäß dem Eilgesetz 13/2012 hat der Kreis Temesch aus den Regierungsgeldern eine Gesamtsumme von 25 Millionen Lei (anstatt der von der PDL-Regierung 2010-2011 nicht mehr ausgezahlten Heizungssubventionen) erhalten. Davon wurden 21 Millionen Lei für die Temeswarer Heizgesellschaft Colterm abgezweigt.Das macht lediglich ein Drittel der ehemaligen Subventionen aus.

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