Finanzwerte belasten Börse und erwirken eine Kurskorrektur

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 30. September 2014

Der rumänische Aktienmarkt erlebte eine leichte Kurskorrektur in der vergangenen Woche. Sämtliche Indizes an der BVB schlossen die Woche im Minus. Mit einem Wochenverlust von 1,72 Prozent führte der ROTX-Indes die Liste an. Hier wirkte sich vor allem der Einbruch der Erste Bank (EBS, 80,5 Lei, ISIN AT0000652011) an der Wiener Börse negativ aus. EBS-Aktien verloren in Bukarest auf Wochensicht 8,1 Prozent, was den ROTX-Index entsprechend stark belastete, da EBS-Aktien eine hohe Gewichtung in diesem Index haben. Der geplante Aktienrückkauf beim Pharmahersteller Biofarm (BIO, 0,286 Lei, ISIN ROBIOFACNOR9) brachte den Aktien ein Wochenplus von 2,87 Prozent, was aber den Rückgang des ROTX–Index nicht aufhalten konnte. Der Index näherte sich am Freitag der 13.000-Punkte-Grenze, er schloss leicht darüber bei 13.044,23 Punkten.

Mit Verlusten um die 0,8 Prozent konkurrierten der allgemeine Index BETPlus und der Finanzwerte-Index BET-FI um den zweiten Platz in der Verlusttabelle. Während beim BET-FI-Index sämtliche Aktien im roten Bereich schlossen und hier vor allem die Investmentgesellschaften SIF den Index belasteten. Umsatzmäßig kann sich die vergangene Börsenwoche sehenlassen. An zwei Tagen wurden mehr als 10 Millionen Euro mit Aktien umgesetzt – fast wären es drei Tage gewesen. Insgesamt stieg der durchschnittliche Umsatz auf 8,77 Millionen Euro. Damit blieb die Woche jedoch hinter der Vorwoche zurück, als FP- und Energie-Aktien den Umsatz in die Höhe trieben.

Dass die Woche für die Börse eine Verlustwoche war, bestätigt auch ein Blick auf die Abschlusstabelle: 13 Emittenten, die noch im Plus schlossen, stehen 37 Aktien, die Kursverluste hinnehmen mussten. Die Marktkapitalisierung schrumpfte von 134,2 auf 129,8 Milliarden Lei – in Euro rutschte der Gesamtwert aller an der BVB gehandelten Aktien unter die 30-Milliarden-Euro-Linie. Den höchsten Wochenverlust registrierte der Baustoffhersteller Cemacon (CEON, 0,8545 Lei, ISIN ROCEONACNOR0) mit einem Minus von 11,8 Prozent. Hier wirkte sich wohl noch die Stammkapitalreduzierung aus, wirtschaftlich prescht das Unternehmen vor: Im kommenden Jahr soll eine neue Produktionsstraße eingeweiht werden. Den höchsten Wochengewinn verbuchte der Düngemittelhersteller Amonil (AMO, 0,0104 Lei, ISIN ROAMOIACNOR7). Sie profitierten vom Ausverkauf durch das örtliche Finanzamt und den damit verbundenen Steuerschuldenabbau.

Rasdaq

Der Sekundärmarkt Rasdaq hielt es mit der Hauptbörse in der vergangenen Woche – zumindest, was die Entwicklung des Rasdaq-C betrifft. Der Hauptindex verlor auf Wochensicht 0,6 Prozent und reihte sich somit den übrigen Indizes an der Hauptbörse ein. Umsatzmäßig lag die vergangene Woche ebenfalls leicht unter der Vorwoche, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von 0,26 Millionen Lei oder 0,06 Millionen Euro. Lediglich zu Beginn der Woche ging ein leichter Ruck durch den Markt, als ein Sonderdeal mit Aktien des Metallverarbeiters Dan Steel Group (PRMT, 30 Lei, ISIN ROPRMTACNOR5) abgeschlossen wurde.

Devisen

Der US-Dollar spielte seine ganze Stärke gegen den rumänischen Leu aus, die er gegenwärtig an den internationalen Märkten genießt. Gegen den Leu legte die amerikanische Währung satt 1,05 Prozent zu. An den internationalen Märkten durchlebt der Euro gerade eine Schwächeperiode, er erreichte einen zweijährigen Tiefstand. Gegenüber dem Leu konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung immer noch über der 4,4-Lei-Marke halten. Auf Wochensicht aber verlor der Euro kaum wahrnehmbar, 0,0009 Prozent. So kostete am Montag ein Euro 4,4018 Lei. Am selben Tag kostete ein US-Dollar 3,4544 Lei.

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