Firmeneröffnung in Karansebesch

Weitere 1500 Arbeitsplätze in der Automotive-Industrie

Mittwoch, 01. August 2012

Karansebesch/Reschitza – Der gute Ruf von Karansebesch als Standort von neuen Wirtschaftsinvestionen wurde am vergangenen Donnerstag einmal mehr bestätigt. Automotive Wiring System, ein Mitglied des in Karansebesch bereits mit zwei Produktionshallen präsenten asiatischen Sumitomo-Konzerns, eröffnete eine Produktionsstätte für Auto-Verkabelungen. Damit wird Sumitomo, neben den bereits existierenden 2100 Arbeitsplätzen, weitere 1500 Arbeitsplätze am Schnittpunkt der Täler von Sebeş, Bistra und Timiş/Temesch schaffen, für ein Einzugsgebiet der Arbeitskräfte, wo an die 50.000 Einwohner leben.

Bei der Einweihung zugegen war der Regierungsbeauftragte für Wirtschaftsfragen, Minister Lucian Isar, den der stellvertretende Senatspräsident Dan Radu Ru{anu (PNL) begleitete. Anschließend begaben sich die beiden nach Reschitza, wo im Tagungssaal des Kreisrats eine Informationsveranstaltung zu Fragen der angekündigten Steuererleichterungen für KMU der Regierung Victor Ponta – eigentlich des novellierten KMU-Gesetzes, das noch diesen Sommer die Parlamentskammern passieren soll - angekündigt war, die ein reges Interesse der Geschäftswelt und von diversen Bürgermeistern weckte.

Die Veranstaltung wurde zum Dialog der Unternehmer und Vertreter der öffentlichen Verwaltung mit dem Minister und dem Senatsvize.

Lucian Isar: „Viele Fragen betrafen Probleme, welche bereits bei der Regierung in Bearbeitung sind. Bestärkt wurde ich in der Überzeugung, dass eine der legislativen Prioritäten dieses KMU-Gesetz ist, das Rumänien auf die Ebene der EU-Mitgliedsländer im Zeithorizont 2011 hieven wird: mit vielen Erleichterungen für die kleinen und mittleren Unternehmen, mit einer positiven Diskrimierung der KMU.“

Der junge Minister notierte sich auffallend genau und mit vielen Nach-Fragen die Bemerkungen und Beanstandungen der Teilnehmer, die sich auf die Gesetzgebung, auf Entwicklungsmöglichkeiten im Tourismus, auf steuerliche Erleichterungen und deren praktische Durchsetzung sowie auf den Umsetzungsprozeß von EU-Projekten bezogen.

„Leider konnte ich vielen der Praxismenschen nicht auf der Stelle antworten,“ meinte er abschließend, „aber ich habe mir zwölf durchaus praktische Anregungen notiert, von denen sich drei auf das heikle Problem von Investitionen in Naturschutzgebieten beziehen. Um hier zu antworten, muss ich mich erst mal mit den dafür Zuständigen zusammensetzen. Bisher war mit gar nicht so recht bewusst, wie sehr diese Frage in einem Raum wie dem Banater Bergland eine Hürde werden kann.“

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