Flughäfen, Autobahnen, Krankenhäuser und Arenen

Weltbank ermittelt finanzierungswürdige Infrastrukturvorhaben

Mittwoch, 23. Januar 2019

Temeswar - Die Weltbank, die Föderation rumänischer Ballungsräume und der sehr aktive Verein „UrbanizeHub”, der sich für einen zeitgemäßen Städtebau in Rumänien einsetzt, führen zurzeit ein Auswahlverfahren zur Ermittlung wichtiger Investitionsvorhaben rumänischer Großstädte durch, um herauszufinden, welche davon Chancen auf Finanzierung und Umsetzung haben. Um die konkrete Bedeutung der Vorhaben für die Bürger und Bürgerinnen zu ermitteln, sollen diese die Möglichkeit haben, über eine Internetplattform (https://kwiksurveys.com/s/E7k9AFsk) ihre Stimme abzugeben und unter anderem die von den Behörden eingereichten Projekte nach ihrer Priorität einzuordnen.

Für die Stadt Temeswar und den Kreis Temesch hat der Temescher Kreisrat zehn Projekte ausgewählt, die für die Entwicklung von Stadt und Kreis von großer Bedeutung sind und deren Gesamtkosten auf etwa 700 Millionen Euro geschätzt werden. Hierbei handelt es sich um den Ausbau und die Modernisierung des Traian-Vuia-Flughafens, den Bau einer nordwestlichen Umgehungsstraße für Temeswar, den Bau einer Arena, den Bau eines neuen regionalen Notfallkrankenhauses, die Errichtung einer Verbindung zwischen der Autobahn A1 und der alten Fernstraße 69 nach Arad, den Bau einer Freizeitanlage (Aqua Park), den Wiederaufbau des Dan-Păltinişanu-Stadions, die Errichtung eines regionalen Onkologie-Krankenhauses, der Bau einer vierspurigen Fernstraße von Temeswar zur serbischen Grenze bei Morawitza/Moraviţa und die Errichtung eines intermodalen Warenterminals im Raum Remetea Mare.

Die Prioritätenliste der Behörden in Arad enthält folgende Projekte: die Modernisierung des Fernwärmenetzes, die Errichtung von Neubauten für drei Abteilungen des Kreiskrankenhauses (Gynäkologie und Neonatologie, Kinderchirurgie und allgemeine Kindermedizin), die Instandsetzung der Maroschufer und der Traian-Brücke über die Marosch, der Ausbau des Arader Flughafens, die Wiedereinrichtung des Straßenbahnverkehrs zwischen Arad und der Gemeinde Ghioroc (Arader Weinbaugebiet), Regenerierungsmaßnahmen für einige Plattenbauviertel, die Sanierung der Arader Festung, die Instandsetzung der Eisenbahnlinie Arad – Temeswar und der Bau neuer Wärmekraftwerke in den Stadtteilen.

Für das Ballungsgebiet Deva – Hunedoara – Simeria mit seinen etwa 150.000 Einwohnern haben die Kreisbehörden in Hunedoara ebenfalls zehn finanzierungswürdige Projekte ausgewählt: die Modernisierung der Eisenbahnlinie Petroşani – Simeria – Radna, die Sanierung des Bahnhofs Simeria, den Bau eines neuen Anschlusses an die Autobahn A1 bei Santuhalm, die Einrichtung eines Gewerbegebiets in Deva, die Einführung von Elektrobussen für den Umlandverkehr im gesamten Raum Deva – Hunedoara – Simeria – Călan, die Fertigstellung der Autobahn Lugosch/Lugoj – Deva, den Umbau der Kreuzung der Fernstraßen 76 und 7 bei Mintia, den Bau einer Schnellstraße im Hatzeger Land, die von Petroşani nach Deva führen soll, die Anbindung des Devaer Stadtteils Grigorescu an die Verkehrsinfrastruktur der Stadt und der Bau eines Veranstaltungssaals bei Bârcea, der von allen Städten des Ballungsraums genutzt werden soll.

Im Banater Bergland konzentrieren sich die Vorhaben der Behörden auf das Areal um Reschitza/Reşiţa. Eingereicht wurden folgende sieben Vorschläge: die erste Vorbereitungsphase für einen Ballungsraum Reschitza – Bokschan/Boc{a – Berzovia, die Ökologisierung der Schlackenhalde „Valea Ţerovei“, die Instandsetzung zwecks touristischer Nutzung der Industrieseilbahn, die durch die Reschitzaer Innenstadt führt, die touristische Entwicklung des Semenik-Areals, der Bau einer Aqua-Park-Anlage im Reschitzaer Stadtteil Mociur, der Bau einer Umgehungsstraße für Reschitza und die Einrichtung des Naherholungsgebiets „Dealul Golului“.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*