Forschung und Entwicklung in Sachen erneuerbare Energien

Institut in Temeswar fehlt nur noch die Ausstattung

Donnerstag, 15. März 2012

Bei der Eröffnung des Instituts auf der Temeswarer Musicescu-Straße war das Ein-Million-Euro teure Elektronen-Mikroskop bereits funktionell.
Foto: Zoltán Pázmány

 „Früher wurde auf diesem Grundstück Müll abgelagert oder es wurde landwirtschaftlich genutzt, wir haben darauf ein Forschungsinstitut gebaut“, sagt Nicolae Robu, Ex-Rektor der TU Politehnica in Temeswar/Timişoara und neuer Vorsitzender des TU-Senats. Diese Worte sprach er bei der Eröffnung des neuen Instituts für Erneuerbare Energien auf der Musicescu-Straße in Temeswar. Das Unterfangen geht – wie Nicolae Robu sagte – auch darauf zurück, dass mehrere Forscher auf eigene, kleinere Initiativen verzichtet haben, sodass gebündelt ein Großprojekt entstehen konnte. Dadurch wurde eine Infrastruktur zur Forschung und Entwicklung kreiert, was auch dazu führt, dass die TU Politehnica nach außen hin sichtbarer wird. 

17 Millionen Euro wurden für das Forschungsinstitut für Erneuerbare Energien in Temeswar ausgegeben, nahezu zwei Drittel kamen von der EU. Weitere Finanzierung gewährte die rumänische Regierung, aber auch „Politehnica“ selbst durch Eigenfinanzierung. Die Bauarbeiten auf dem Gelände wurden vor drei Jahren begonnen, bis zum Herbst d. J. müssen auch die technischen Ausstattungen zur Nutzung bereitstehen, sagt Nicolae Robu, in dieser Legislaturperiode auch Senator im rumänischen Parlament. Das Projekt soll „eine Infrastruktur für hochqualitative Forschung sichern“, verspricht sich Robu von der neuen Einrichtung. Über erneuerbare Energien will das Institut auch eigenen Strom erzeugen. „Durch fotovoltaische Platten und eine Wärmepumpe wollen wir als Institut eine energetische Autonomie erlangen“, so Robu, der beabsichtigt, das so eingesparte Geld als Motivationsschub für die implizierten Forscher zu verwenden. Die geplanten Forschungen gehen in Richtung Projekte zur Herstellung und Nutzung von Biogas in Industrie- und Haushaltsanlagen. Studien zur Umwandlung von Biogas in elektrische Energie und Forschungsarbeiten im Bereich der Hybride zwischen Windkraft, Solarenergie und Wasserkraft sind ebenfalls vorgesehen. Nutznießer können im Endeffekt viele sein: Institutionen, Firmen aller Größenordnungen, Mitarbeiter der Uni, Lehrkräfte, Forscher und Studenten in verschiedenen Ausbildungsstadien.

Noch ist die technische Ausstattung längst nicht abgeschlossen. Vorerst steht in einem der Räume eine Ein-Millionen-Euro Anlage; ein Elektronenmikroskop, in dem man die Struktur der Atome analysieren kann. „Durch diese leistungsstarke Anlage sind sehr gute Forschungsvoraussetzungen gegeben“, lobt Nicolae Robu. Die Gründung des Instituts hat nicht nur 20 neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern es konnten auch weitere zehn Stellen erhalten bleiben. 18 neue Labors wurden gegründet, fünf weitere modernisiert. Zur Ausstattung kommen insgesamt 132 Anlagen hinzu, zwölf davon werden die 100.000 Euro überschreiten.

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