Fortsetzung des Förderprogramms für Lehrer an Schulen mit deutscher Unterrichtssprache

Jährliche Förderung des Deutschen Bundestags wird 2019 erhöht

Samstag, 01. Juni 2019

Bukarest - Das jährliche Programm des Deutschen Bundestags „Förderung von Lehrkräften im deutschsprachigen Schulwesen Rumäniens“ wird 2019 in Partnerschaft mit der Saxonia-Stiftung weitergeführt. Dieses Jahr gewährt die deutsche Regierung 1,35 Millionen Euro für die finanzielle Unterstützung und Weiterbildung der Erzieher und Lehrer an staatlichen Schulen mit Deutsch als Muttersprache. Der Betrag wurde im Vergleich zum vergangenen Jahr um 100.000 Euro erhöht und die Auszahlung wird wie üblich in einer Tranche erfolgen.
Botschafter Cord Meier-Klodt und Klaus-Harald Sifft, Leiter der mit der Verteilung der Gelder beauftragten Saxonia-Stiftung sind am Mittwoch, dem 29. Mai, für die feierliche Vertragsunterzeichnung in der deutschen Botschaft in Bukarest zusammengekommen. Der deutsche Botschafter betonte erneut, wie beeindruckt er von den deutschen Schulen hierzulande sei. In den letzten Monaten habe er auf einer quer durch das Land unternommenen Reise zahlreiche Schulen mit deutscher Unterrichtssprache besucht und musste feststellen, dass „Deutsch gut und gern gelernt wird“. Außerdem hat er sich mit den Kindern über alle aktuellen Themen, die Rumänien bewegen, unterhalten können und erkennt in den heutigen Schülerinnen und Schülern zukünftige pflichtbewusste Bürger.
Klaus Harald-Sifft überreichte dem Botschafter auch viele handgeschriebene Dankesbriefe und Wunschkarten von Lehrkräften und Lernenden und hob die große Bedeutung des 2015 vom Siebenbürgenforum initiierten Förderprogramms hervor, das die Abwanderung der deutsch unterrichtenden Lehrer und Erzieher in lukrativere Wirtschaftszweige verhindern soll.
Zurzeit unterrichten etwa 750 Lehrerinnen und Lehrer und 200 Erzieherinnen und Erzieher Deutsch als Muttersprache oder als Fremdsprache. Jeder Teilnehmer am Projekt mit wenigstens einem halben Lehrauftrag muss während des Jahrgangs 2019/2020 mindestens einen Fortbildungskurs beim Zentrum für Lehrerfortbildung in deutscher Sprache Mediasch (ZfL), bei der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Goethe-Institut Bukarest oder einem der deutschen Kulturzentren (Kronstadt, Hermannstadt, Klausenburg, Temeswar oder Jassy) absolvieren.

Kommentare zu diesem Artikel

dan, 02.06 2019, 13:04
Deutschland verschenkt pro Jahr nicht nur 1 Mrd. EUR an Syrien, sondern mindestens 5-10 Milliarden über die ehemalige GTZ und sonstige staatliche Organisationen.
Dabei wird meist nicht das Deutsche oder zumindest die deutsche Sprache gefördert, sondern über Gießkannenprinzip deutsches Steuergeld in der Welt -meist ohne nachhaltige Wirkung- verteilt.
Während in Europa die deutschen Minderheiten am Verschwinden sind bzw. in Osteuropa verschwunden sind.
Und in Deutschland die Armut immer mehr zunimmt- mindestens 1 Mio. Kinder sind arm in Deutschland.

Der Botschafter hat wohl nur oberflächlich feststellen können, wie die Dinge laufen.
Wenn man die Schule mit deutscher U.sprache nicht als Borschafter sondern als Betroffene kennenlernt, kann man unschwer feststellen, dass es nicht nur ungenügend Lehrer gibt, sondern daß die Schüler meist über Xerox-Kopien deutscher Schulbücher unterrichtet werden.
Es fehlt überall an fast allem.
Auch deswegen ist allen rumänischen Lehrer-innen hoch anzurechnen, daß sie trotz eines miserablen Hungerlohnes motiviert und oft als Berufene ihr Bestes geben.
Nicht zuletzt muß korrigiert werden - es gibt fast keine Kinder mit deutscher Muttersprache mehr an diesen Schulen!!
Es werden rumänische Kinder unterrichtet, die nach dem Abitur oder spätestens Studium meist das Land verlassen gen Westen.
Das Abi in deutscher Sprache bereitet sie darauf vor, wegzugehen.
Doch weder die Politik, noch weniger die Kultur oder Kirche interessiert das.
Es wird seit 1996, dem Jahr wo bis dahin die absolute Mehrheit der Deutschen Rumäniens fluchtartig ihre Heimat verließen also nur noch an rumänische Kinder unterrichtet.
Die meisten davon tanzen dann gerne in säxischer Tracht vor Botschaftern, westlichen Besuchern... und Sommersachsen.
Alle Achtung, 01.06 2019, 22:37
Korrektur: das soll heißen " um 100.000 erhöht wurde".
Alle Achtung, 01.06 2019, 22:26
1,35 Millionen : 950 Berechtigte = 1421,- € (im Schnitt pro Kopf und Jahr) oder 6.679 Lei.
Auch wenn der Betrag um 100 Millionen erhöht wurde, ist das mehr als Bescheiden was die Bundesregierung hier leistet, im Vergleich zu sonstigen Unterstützungen zu denen Deutschland fähig und willig ist. Siehe „Außenminister Maas: Deutschland stockt Syrien-Hilfe um eine Milliarde Euro auf“ bzw. https://www.youtube.com/watch?v=aqMNlEL8Oa4. Zur Verdeutlichung: das sind 1000 Millionen.
Wann erkennt die Bundesregierung endlich , das Gelder nirgendwo effektiver und für Deutschland sinnvoller eingesetzt werden können als bei der Förderung der deutschen Sprache.

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