FP und Bankaktien machten das Rennen in der vergangen Woche

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 16. April 2013

Erneut schloss die Bukarester Wertpapierbörse BVB eine Woche mit Kursverlusten ab. Der Beginn der Handelswoche zeichnete bereits eine verlustreiche Woche vor, gegen Ende der Woche aber fing sich die Börse wieder und zog in den beiden letzten Handelstagen wieder leicht an. Auf Wochensicht aber reichte der Aufschwung nicht mehr aus, um die Börse insgesamt ins Plus zu drehen. Allerdings lässt eine steigende Marktkapitalisierung kurzfristig hoffen, sie stieg um knapp drei Prozent auf umgerechnet 23,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zur Vorwoche wurde mit Anleihen kaum noch Umsatz gemacht. Dafür wurde mit Aktien mehr als doppelt so viel umgesetzt wie in der Woche zuvor. Der durchschnittliche Tagesumsatz lag in der vergangenen Woche bei umgerechnet 7,16 Millionen Euro, in der Vorwoche hatte er bei 3,56 Millionen Euro gelegen. Das Rennen machten vor allem die Aktien des Fonds Proprietatea (FP, 0,67 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) und die der Ersten Group Bank AG (EBS, 104 Lei, ISIN AT0000652011). Mehr dazu weiter unten.

Aktien und Indizes

Der Hauptindex BET verlor mit 2,5 Prozent am meisten von allen Börsenindizes. Durch den hohen Verlust rutschte der Index vorerst unter die 5500-Punkte-Marke. Ihm folgte der BET-C-Index mit einem Wochenverlust von 1,4 Prozent. Somit fiel mit ihm ein zweiter Index unter eine psychologische Grenze. Beim BET-C-Index war es bis auf weiteres die 3000 Punkte-Marke, die nun unterschritten wurde. Wenn wir schon bei den psychologischen Grenzen sind: Der in Zusammenarbeit mit der Wiener Börse errechnete ROTX-Index schloss die vergangene Woche bei einem Stand von 10.994,65 Punkten und somit unter der 11.000-Punkte-Marke. Trotz der bislang besten Entwicklung der FP-Aktien konnte der Finanzwerte-Index nicht davon profitieren. Er schloss mit einem Minus, wenn auch mit einem kaum wahrnehmbaren Verlust von 0,05 Prozent. Damit konnte er die 27.000-Punkte-Marke halten. Der Energiewerte-Index BET-NG schloss die Handelswoche mit einem Minus von 0,79 Prozent.

Wie bereits erwähnt, mischten die Aktien des Fonds Proprietatea und die der Ersten Group Bank AG, die auch in Bukarest gehandelt werden, den Markt auf. Sie waren für den Großteil des Umsatzes an den beiden umsatzstärksten Handelstagen der vergangenen Woche verantwortlich. Am Donnerstag wurden umgerechnet 8,43 Millionen Euro und am Tag darauf 7,83 Millionen Euro an der BVB umgesetzt. Von dem Umsatz von 37 Millionen Lei am Donnerstag entfielen 30,33 Millionen Lei auf die beiden Titel. Führend war dabei FP, auf die allein 26,27 Millionen Lei entfielen. Am Tag darauf deckten die beiden Titel noch einmal 60,5 Prozent des Tagesumsatzes von 34,39 Millionen Lei. Wieder entfiel der Hauptanteil auf FP-Aktien. Dazu gesellte sich noch der rege Handel mit Aktien der Bank BRD (BRD, 8,105 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2), mit denen 6,2 Millionen Lei umgesetzt wurden. BRD-Aktien erreichten bei einem Stand von 8 Lei in der vergangenen Woche den tiefsten Stand in diesem Jahr, sodass sich ein Einstieg empfahl. Die Aktien des Fonds Proprietatea hingegen erreichten in der vergangenen Woche ihr 52-Wochen-Hoch bei 0,673 Lei je Aktie und auch EBS-Papiere scheinen wieder auf das Allzeithoch von 117 Lei vom Januar zu zielen.

Rasdaq

Sonderdeals hauchten dem Sekundärmarkt Rasdaq in der vergangenen Woche Leben ein. Der durchschnittliche Tagesumsatz stieg im Vergleich zur Vorwoche um das 3,3-fache an (in Euro). Der Hauptanteil des Umsatzes entfiel dabei auf die Aktien des Ingenieursunternehmens Prospectiuni SA (PRSN, 0,1755 Lei, ISIN ROPRSNACNOR5). Diese waren auch in der Vergangenheit durch gelegentlich regen Handel aufgefallen. Dieser drückte den Kurs auf Wochensicht um 1,4 Prozent. Auch der Hauptindex schien unter dem höheren Umsatz zu leiden. Der Rasdaq-C-Index schloss die Handelswoche mit einem Minus von 17,68 Punkten oder 1,19 Prozent bei 1459 Punkten.

Devisen

Die rumänische Währung erlebte zum Euro und US-Dollar ein Comeback in der vergangenen Woche. Der Euro rutschte unter die 4,4-Lei-Marke, auf Wochensicht verlor die europäische Gemeinschaftswährung 0,43 Prozent. Leid tragend war in der vergangenen Woche der US-Dollar, der um satte 2,27 Prozent zurück ging im Verhältnis zum Leu. Möglicherweise ist diese Entwicklung der Nachtrag auf die Lösung der Zypernkrise in der Woche zuvor. Sie nahm vorerst den Druck von den Währungen in der Region, sodass der Leu sich wieder fangen konnte.

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