Frauenleiche sorgt für neue Streuner-Debatte

Adoptionsverbot für 14 Tierschutzvereine

Dienstag, 25. März 2014

Bukarest (ADZ) - Der mit zahlreichen Bissverletzungen übersäte Leichnam einer offenbar obdachlosen Frau lässt in Bukarest die Streuner-Debatte wieder hochkochen. Der tragische Vorfall hat sich abermals im zweiten Bezirk ereignet. Trotz der Versprechen und Maßnahmen der Stadtverwaltung machen herrenlose Hunde weiterhin Straßen und Grünanlagen unsicher.

Mitte letzter Woche entdeckten Passanten just im Rathauspark Obor eine zerbissene Frauenleiche. Zwar soll das Opfer laut erstem Befund der Gerichtsmediziner an Alkoholvergiftung gestorben sein, doch bleibt unklar, ob die Streuner über den Körper der Frau noch während ihres Todeskampfes oder erst danach herfielen.

Der Empörungswelle folgten die üblichen Schuldzuweisungen: Bezirksbürgermeister Neculai Onţanu wies sämtliche Vorwürfe zurück – die Schuld liege bei der Tieraufsichtsbehörde ASPA, der immerhin ein stolzer Etat zum Einfangen der Streuner zur Verfügung stehe. Die ASPA warf On]anu indes vor, Hundefängern in seinem Bezirk den Zugang zu verwehren, auch könne man nichts dafür, wenn Tierschutzvereine adoptierte Hunde gleich wieder aussetzen. Die Behörde verhängte  ein Adoptionsverbot gegen 14 Tierschutzvereine.

Kommentare zu diesem Artikel

sabine, 30.03 2014, 14:02
Jetzt reicht es wirklich.Leider musste ich auflachen als ich diesen Artikel las.ALLE sind Schuld:die ASPA,die ihren Aufgaben nicht nachkommt innerhalb von ca.6 Monaten 60000(!)Strassenhunde einzufangen.Die Tierschutzorganisationen,die nach wie vor Hunde einfangen,kastrieren und nach dem 4.September bestimmt alles tun,nur nicht wieder,wie früher gehabt und von der WHO empfohlen,am Einfangort wieder aussetzen.
NUR die Politiker in diesem Land sind nicht Schuld,haben sie ja gerade beschlossen,keine Antikorruptionsgesetze in ihrem Land zuzulassen.So werden auch in Zukunft Steuergelder(EU und auch die der Rumänen) in dunkle Kanäle verschwinden,wenige sich die Taschen voll machen und die Strassenkinder,Obdachlosen und zuletzt auch Strassenhund in Zukunft weiterhin ein unwürdiges Leben fristen.
Wenn die Hund endlich kastiert und gefüttert und in Ruhe gelassen würden,wären die meisten nicht mehr agressiv.In anderen Ländern funktioniert es doch auch!
Sraffa, 26.03 2014, 02:26
@Tourist : Mit der Etikettierung "Naiv" ist Unwissenheit und Unerfahrenheit umschrieben. Die wissen wirklich nicht wie es ist wenn eine Horde Hunde sich agressiver als ein Rudel Wölfe verhält. Ein Teil dieser "Naiven" lehnt aber auch auch Menschen ab; es ist ihnen offensichtlich egal ob mal ein Mensch totgebissen wird oder nicht ; so etwas sei dann ein Kollateralschaden.
Tourist, 25.03 2014, 23:49
Diese westlichen Tierschutzorganisationen, die hier in Rumänien ihre Agenda vertreten, sind unglaublich naiv und haben von den realen Lebensverhältnissen keine Ahnung. Verwilderte Streunerhunde sind gefährlich für Mensch und Wildtiere, auch wenn sie kastriert sind. Man darf diese Viecher nicht einfach wieder frei lassen, damit sie weiter ihr Unwesen treiben können.
Sraffa, 25.03 2014, 03:20
"Tierschutzvereine lassen zuvor adoptierte Hunde wieder frei". Das scheint mir die Ursache zu sein. Wieder einmal lassen sich die Rumänen aufgrund ihrer Geduld an der Nase herumführen.
Also ist das Töten der Tiere zu fordern. Es kann ja nicht sein daß die Verwaltung trotz Einsatz von Wille und Geld dieser Angelegenheit nicht Herr wird !

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