„Freck hat eine Richtung“

Bürgermeisterkandidat Arnold Klingeis und seine Mannschaft präsentierten sich am Samstag den Wählern

Dienstag, 29. Mai 2012

Das Forum stehe für Fortschritt und Entwicklung, erklärten Klaus Johannis und Martin Bottesch (Bildmitte) sowie Bürgermeister Arnold Klingeis (stehend).
Foto: Iulia Blănaru

Freck - Die Menschen drängten sich am Samstagabend im Pavillon-Saal in Freck/Avrig. Über 400 Menschen wollten die Kandidatenvorstellung des Deutschen Forums erleben. Wie schon vor vier Jahren unterstützten Klaus Johannis und Martin Bottesch die zweite Kandidatur von Bürgermeister Arnold G. Klingeis sowie die 22 Kandidaten für den Stadtrat.

Bottesch erinnerte der Abend an den vorangegangenen Wahlkampf. „Damals haben wir Ihnen einen jungen Mann vorgestellt, Arnold Klingeis, von dem wir Ihnen sagten, dass er die Fähigkeit hat, eine Stadt zu führen“, sagte der Vorsitzende des Kreisrates Hermannstadt/Sibiu, „nach vier Jahren sind wir wieder hier und wir können feststellen, dass wir uns nicht geirrt haben.“

„Wir nähern uns einem sehr wichtigen Moment für die Zukunft und die Entwicklung unserer Stadt“, proklamierte der mittlerweile 33-jährige Klingeis im Pavillon-Saal. Die Wähler könnten eine Mannschaft wählen, die Freck Fortschritt bringt, oder eine Mannschaft, unter der Freck stagniert. Die vergangenen vier Jahre waren gute Jahre für Freck, konstatierte Klingeis. Die städtische Verwaltung wurde reformiert. Man habe viele staatliche und europäische Fördermittel für die Stadt eingeworben, „Fördermittel, die in die Stadt investiert wurden“.

Arnold Klingeis und seine Mannschaft erreichten es in vier Jahren, dass sich Freck so sehr bewegt, wie es niemand anderes vor ihnen seit der Revolution geschafft hat“, lobte Johannis, der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR). In Freck wurden anfangs – wie in Hermannstadt nach der Jahrtausendwende – notwendige Pläne für die Stadtentwicklung erarbeitet, um diese in eine sinnvolle Richtung zu lenken. Ziel sei es, dass Arbeitsplätze und asfaltierte Straßen entstehen. Freck ist zudem in dem 120-Millionen Euro Projekt im Rahmen des Wasser- und Abwasserverbandes im Süden des Kreises enthalten, dessen Gründung von Johannis und Bottesch entscheidend angestoßen wurde. Von der Gesamtinvestition werde Freck mit fast 9 Million Euro profitieren, eine „fabelhafte Summe für eine Stadt der Größe Frecks“, meinte Johannis.

Die Kleinstadt Freck ist nach vier Jahren Klingeis sichtbar geworden – in der rumänischen Öffentlichkeit, aber auch im Ausland. Diese Sichtbarkeit verdankt die Stadt nicht zuletzt der „grünen Vision“ ihres Bürgermeisters. Klingeis entwickelte eine Vision für Freck, die Vision einer Stadt, die auf der Produktion und Nutzung grüner Energie aufbaut. Diese Vision wurde mithilfe nationaler und internationaler Spezialisten in Konzepte und Strategien gegossen und soll in einem zweiten Mandat Schritt für Schritt umgesetzt werden – so der Plan des Bürgermeister.

Mögliche Bedenken der Frecker Einwohner gegenüber den Ideen ihres Bürgermeisters suchte Johannis zu zerstreuen. Das Konzept der „grünen Stadt“ möge manchem „ein bischen wie Science-Fiction“ vorkommen. Freck ist jedoch die einzige Stadt in Rumänien, die ein Konzept für grüne Energie besitzt, und damit ein Modell im ganzen Land.

Die Reden der Forumskandidaten quittierten die Anwesenden mit reichlich Beifall und „Klingeis“-Rufen. Dieser appellierte an die Frecker, offen zu sein für Modernisierung und Innovation. „Freck hat eine Richtung – in die Zukunft.“ Er stehe für weitere vier Jahre zur Verfügung und versprach im Falle eines Wahlsiegs für den Fortschritt der gesamten Gemeinschaft zu kämpfen.

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