Freikauffilm in Hermannstadt

Das 21. Astra-Dokumentarfilm-Festival findet vom 6. zum 12. Oktober statt

Dienstag, 09. September 2014

Hermannstadt – „Trading Germans“, der Dokumentarstreifen in der Regie von Răzvan Georgescu über den Freikauf der Rumäniendeutschen, gehört zu den neun Filmen, die beim 21. Astra-Dokumentarfilmfestivals um einen Preis wetteifern. Angenommen wurde die deutsch-rumänische Koproduktion, deren Fernsehfassung im Januar von der ARD unter dem Titel „Deutsche gegen Devisen“ ausgestrahlt worden ist, in der Sektion „Rumänien“. Kameramann und Produzent des Streifens ist der bekannte Dokumentarfilmer Alexandru Solomon. In der gleichen Kategorie geht „Aliyah DaDa“ von Oana Giurgiu in den Wettbewerb, ein Streifen über die Emigration der Juden aus Rumänien, der auch eine Hommage an Tristan Tzara darstellen will.    

Insgesamt eingesandt worden sind für die diesjährige Ausgabe von AstraFilmFest rund 1400 Dokumentarstreifen aus 90 Ländern, teilen die Veranstalter mit. Daraus hat die Jury 120 Filme aus 40 Ländern ausgewählt, die im Rahmen des Festivals – es findet vom 6. zum 12. Oktober statt – zur Vorführung gelangen. Neun Filme wetteifern um den Preis des besten in der Kategorie „International“ und darunter auch Corneliu Porumboius „The Second Game“ oder „Art War“ von Marco Wilms. Unter elf Streifen wird der beste zu einer mittel- und osteuropäischen Thematik ausgewählt, in der Sparte „Student“ werden Produktionen junger Filmemacher aus Universitätszentren wie Genf, London, München, Budapest und Bukarest ausgestrahlt.  

Neben dem Wettbewerb wird es auch heuer eine Reihe Sonderprojektionen und -veranstaltungen geben. Gezeigt werden erneut Filme zu Ökologie, weitere Themenschwerpunkte sind der Städtebau, Utopia, alterloses Sexleben sowie online/offline. Ein Special gibt es anlässlich der 125 Jahre seit Charlie Chaplins Geburt, fünf Filme werden unter dem Titel „Miscellanea“ geboten. Im Focus steht heuer der ukrainische Filmemacher Sergei Loznitsa (bekannt u. a. für „Mein Glück“, 2010), anschauen werden kann man sich desgleichen 13 Streifen „Made in Romania“, darunter „Engelthal“ von Alexandru Iacob, Robert Casmirovici und George Pancencu, „Supravegheat de Securitate“ von Nicolae Mărgineanu oder „Bucureşti, unde eşti?“,  der Streifen über die Anti-Regierungs-Demonstrationen 2012 von Vlad Petri, der den Publikumspreis beim Europäischen Film Festival in Bukarest erhalten hat.   

Was den eingangs erwähnten Streifen von R²zvan Georgescu angeht, so kommen in ihm sowohl der langjährige Verhandlungsführer Dr. Heinz Günther Hüsch als auch bedeutende deutsche Politiker – u. a. Klaus Kinkel und Hans-Dietrich Genscher – als auch ehemalige Securitate-Mitarbeiter und zahlreiche Betroffene zu Wort.

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