Freundlicher Empfang für deutsche Helfer

THW Eichstätt bringt Pflegebetten und Schulmöbel nach Großkarol

Mittwoch, 13. Januar 2016

Acht Freiwillige des Technischen Hilfswerks aus Eichstätt waren beim 15. Hilfsgütertransport nach Großkarol mit dabei.

Pflegebetten fürs Altenheim in Großkarol: An Bord der drei THW-Fahrzeuge waren diesmal 35 in Deutschland ausrangierte Pflegebetten.

Sathmar -35 Pflegebetten für Altenheime sowie Schulmöbel für vier Klassenzimmer machten den Löwenanteil der Ladung beim 15. Hilfsgüterkonvoi des Technischen Hilfswerks (THW) Eichstätt nach Rumänien aus. Mit einem Sattelzug, einem Lastwagen mit Anhänger und einem Kleinlaster brachten acht freiwillige Helfer des THW rund 200 Kubikmeter Hilfsgüter nach Großkarol/Carei.

Mit drei THW-Fahrzeugen hatten sich die Eichstätter Männer auf den Weg nach Rumänien gemacht. Laster und Anhänger waren vollbeladen mit Kartons mit Winterkleidung, Schuhen, Geschirr und Spielsachen, aber auch mit einer Kreissäge und Kinderwagen. Die gespendete Ware lieferte das THW im Auftrag des Vereins Rumänienhilfe Großkarol aus Großmehring und Ettenstatt direkt an das Depot des Vereins. Von dort werden vier Second Hand-Läden bestückt und ein Teil der Hilfsgüter wird direkt an Betroffene weitergeleitet. Das THW war jedoch nicht nur als Spediteur für die Hilfsgüter gefragt.

Ein Schwerpunkt bei der Fahrt lag im Verteilen der Ware vor Ort. Hier war wie in den Vorjahren der Mehrzweckkraftwagen (MzKW) des Ortsverbands Eichstätt gefragt. Die 280 PS-starke, geländegängige Maschine leistete in Großkarol und Umgebung wertvolle Dienste. So brachte das THW mit Hilfe des MzKW insgesamt 35 in Deutschland ausrangierte Pflegebetten zu Altenheimen in Großkarol und Fienen/Foieni. Meist ging das nur im Rückwärtsgang, nach einer Fahrt über Schlaglochpisten. Um die schweren Betten nicht weit tragen zu müssen, rangierten die THW-Fahrer den Lastwagen so nah wie möglich an die Heime. Wie schon beim Aufladen in Deutschland war auch in Rumänien Handarbeit gefragt: alle Hilfsgüter mussten ohne Gabelstapler abgeladen werden.

Die Schulen in Darotz/Craidorolţ und in Sanislau konnten sich heuer über neue Tische und Stühle freuen. Das THW brachte die Schulmöbel direkt in die Einrichtungen. In Sanislau zeigte sich Direktorin Maria }aitos hocherfreut über die Hilfe aus Deutschland. Nach dem Abladen lud sie die Helfer aus Deutschland ins Lehrerzimmer ein. Zusammen mit einigen Kollegen servierte sie dort rumänische Spezialitäten und dankte dem THW und den Grundschulen in Eichstätt und Weißenburg, die die Möbel ausrangiert und gespendet hatten. Wie }aitos erklärte, seien in den Klassenzimmern viele Tische und Stühle kaputt, da komme der Ersatz aus Deutschland wie gerufen. Die Direktorin der Schule konnte sich zudem über Computer und Overhead-Projektoren freuen.

THW-Konvoileiter Willi Kammerbauer spricht mit Blick auf die Schulen und Altenheime von „sinnvoller Hilfe, die direkt ankommt“. So werde durch die Betten und Schulmöbel die Qualität in den Einrichtungen „deutlich gesteigert“. Der Hilfsgütertransport des THW Eichstätt ist komplett durch Spenden finanziert. In diesem Jahr zeigten sich besonders der Rotary-Club Eichstätt, die Volksbank-Raiffeisenbank Bayern Mitte und die katholische Jugend aus Rapperszell spendabel. Auch im kommenden Jahr sollen wieder Hilfsgüter in blauen Lastern nach Großkarol rollen.

Andrea Franzetti

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