Frischekur für die Intensivstation in Temeswarer Kreiskrankenhaus

Investitionskosten belaufen sich auf eine Million Euro

Samstag, 03. März 2012

Die Räumlichkeiten der neuen Intensivstation sind hochmodern ausgestattet.
Foto: Zoltán Pázmány

Das Kreiskrankenhaus in Temeswar/Timişoara verfügt seit Kurzem über eine hochmoderne Intensivstation. Insgesamt zwei Millionen Euro wurden dabei investiert. Das Geld kommt vom Temescher Kreisrat, vom Gesundheitsministerium, aber auch von privaten Spendern und Wohltätigkeitsaktionen.

An den Wänden hängen fröhliche Bilder, die modernen medizinischen Geräte wurden bereits aufgebaut und angeschlossen, die Betten mit neuen Laken bezogen. „Wenn die Patienten nur auf die weiße Decke starren, fördert das nicht gerade die Genesung. Daher hängen an der Decke Led-Bilder mit optimistischen Motiven, wie etwa der blaue sonnige Himmel oder bunte frische Blumen“, sagt Gheorghe Nodiţi, Leiter des Temescher Kreiskrankenhauses. In wenigen Tagen geht die jüngst sanierte Intensivstation in Betrieb. „Die Station befindet sich jetzt auf dem neuesten Stand, sodass sie sicher betrieben werden kann, was die Elektrotechnik angeht“, sagt Nodiţi. Zu der Ausstattung der Räume gehören Intensivmonitoring-Geräte und ein System mit Anschlüssen für Druckluft, Sauerstoff und Strom, zudem wurden alle Versorgungsleitungen erneuert. Auch die Wände wurden mit speziellen Materialien bestrichen, um Mikroben zu vermeiden. „Wir brauchen noch einige Geräte. Dazu haben wir einen Antrag an das Gesundheitsministerium eingereicht und hoffen auf eine positive Antwort. Im Großen und Ganzen aber ist die Intensivstation ultramodern ausgestattet. Das Ministerium hat auch einen Teil der Ausstattungsgelder beigesteuert“, so der Leiter des Kreiskrankenhauses.

Die neue Intensivstation umfasst 16 Räumlichkeiten mit je zwei Betten. Zwei Räume sind mit je einem Bett ausgestattet. „Das hat den Vorteil, dass wir einen Patienten erst einmal isolieren und seine Gesamtsituation klären können. Wir haben die Räume mit vier Betten abgeschafft. Dadurch können die Patienten viel besser versorgt werden und auch die Infektionsgefahr unter Patienten wird hiermit geringer“, erläutert Nodiţi. Insgesamt 30 Patienten mit schweren Erkrankungen können in der neuen Intensivstation behandelt werden. Weitere zwölf Patienten können in speziellen Räumlichkeiten der OP-Station untergebracht werden. Es geht dabei um spezielle und schwierige Fälle, die eine besondere Behandlung benötigen, so Nodiţi.

Rund zwei Millionen Euro wurden in den letzten zehn Jahren in die neue Intensivstation investiert. Eine Million Euro hat der Temescher Kreisrat zur Verfügung gestellt, der Rest des Geldes kommt von privaten Spenden oder aus den verschiedenen Wohltätigkeitsaktionen, die im Laufe der Jahre organisiert wurden. „Wir haben ursprünglich mit kleinen Schritten angefangen. Zuerst haben wir die Räumlichkeiten saniert, dann hat uns jemand Geld für Fliesen gespendet. Danach wurde Geld für einen Teil der Ausstattung gesammelt. Letztendlich wurde ein umfangreiches Finanzierungsprojekt beim Temescher Kreisrat eingereicht, das anschließend auch genehmigt wurde“, so Nodiţi. 

Das Krankenhaus muss nun aber mit dem Mangel an Fachpersonal zurechtkommen, vor allem, was Krankenpflegerinnen angeht. „Leider ist derzeit eine Krankenschwester für vier Patienten zuständig. Im Normalfall sollte sie für maximal zwei Betten verantwortlich sein. Wir haben diesbezüglich einen Antrag zur Personalaufstockung an das Gesundheitsministerium eingereicht“, so Gheorghe Nodiţi. Rund zwölf Fachärzte und weitere 40 Assistenzärzte werden auf der Intensivstation tätig sein.

Bei der Einweihung der Räumlichkeiten war auch Constantin Ostaficiuc, Temescher Kreisratsvorsitzender, anwesend, der über weitere Investitionsprojekte im Gesundheitsbereich sprach: „Wir planen derzeit den Bau einer Geburtsklinik, gleich neben dem Kreiskrankenhaus. Eine Machbarkeitsstudie diesbezüglich ist bereits erarbeitet worden. Gleichzeitig wird auch über ein Onkologiekrankenhaus debattiert, das künftig in Temeswar entstehen soll. Dazu brauchen wir aber die Unterstützung von allen, die in dieser Branche tätig sind und uns weiterhelfen können“, so Ostaficiuc.

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