Früh übt sich, was später gesund sein will

Sport-Treiben in der Stadt: Jugendliche haben viele Möglichkeiten

Sonntag, 21. Mai 2017

Die Kletterhalle „One Move“ in Temeswar lädt Groß und Klein zum Klettern ein.

Sport ist gesund. Das klingt zwar sehr stark nach Klischee, jedoch ist es mit Studien belegte Realität. Wer regelmäßig Sport treibt, der lebt definitiv gesünder. Das regelmäßige Trainieren verbessert nicht nur die physische Gesundheit, sondern auch die psychische Fitness. Dadurch kann einer Vielzahl von Krankheiten vorgebeugt werden und die geistigen Fähigkeiten verbessern sich.

Gerade im jungen Alter ist es wichtig, sportlich aktiv zu werden und es im Laufe der Jahre auch zu bleiben. Viele Jugendliche sind jedoch Sportmuffel. Dass sich einige Schülerinnen und Schüler der Sportstunde entziehen wollen, indem sie dem Lehrer mitteilen, dass sie krank seien, ist keine Neuigkeit. Egal, ob sie in der Sportstunde für den anstehenden Mathe-Test oder die Semesterarbeit lernen wollen oder einfach nur zu faul sind, um sich zu bewegen: Schülerinnen und Schüler werden schnell erfinderisch, wenn es darum geht, passende Ausreden zu finden. Und dabei müssten sie sich auf die Sportstunde freuen, denn schließlich ist auch der Schulalltag oft stressig genug.

Jugendlichen, die das sedentäre Leben satt haben, stehen mehrere Alternativen zum Sport-Treiben zur Verfügung. Mindestens 30 Minuten pro Tag, drei bis viermal die Woche sollte man trainieren, um körperlich und geistig fit zu bleiben, sagen Fachleute. Schwer darf es nicht sein, eine Sportart zu finden, die zu einem passt. Vor allem auch, weil man Sport einfach so nebenbei treiben kann, sogar ohne zu merken, dass man sich sportlich betätigt hat.

Fahrradfahren

Zu den einfachsten Methoden, Sport zu treiben, gehört das Fahrradfahren. In den vergangenen Jahren wurden in vielen Städten Rumäniens Fahrradwege eingerichtet, sodass es nicht allzu schwer für einen Schüler sein sollte, eine passende Trasse von zu Hause bis zur Schule zu finden. Die hohen Bordsteinkanten laden zum Kauf eines Mountainbikes ein, mit dem man durch die Stadt flitzen kann.

Zur Schule rollen

Roller sind der letzte Schrei, wenn es darum geht, sich schnell durch die Stadt fortzubewegen. Nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch viele Erwachsene benutzen Roller, um an ihr Ziel zu gelangen. Gesagt sei, dass man sich mit einem Roller drei mal schneller fortbewegen kann als zu Fuß. Man ist zwar nicht so schnell wie mit dem Fahrrad, aber dafür kommt man etwas schneller aus der Puste. Umso besser: Schließlich will man sich schon ein bisschen anstrengen und/oder Kalorien verbrauchen. Ein Tretroller kostet rund 300 Lei und ist eine Investition, die sich wirklich lohnt.

Wer allerdings ein bisschen Sport treiben möchte, der soll sich nicht für einen Elektroroller, der um ein Vielfaches teurer ist, entscheiden, sondern schon einen klassischen Tretroller kaufen.

Skateboardfahren macht cool

Skateboardfahren kann nicht jeder, aber mit etwas Geschicklichkeit kann es jeder lernen. Man muss nicht unbedingt besondere Tricks draufhaben, um aufzufallen - das einfache Skaten sei jedem gegönnt, der Gefallen daran findet. Inzwischen ist das Skateboardfahren zu einer Sportart geworden, der immer mehr Teenies – und vor allem die Jungs – nachgehen. Doch auch Mädchen können die coole Sportart erlernen. Mit einem Board zur Schule fahren: Was will man mehr? Cool sein und Sport treiben gehen beim Skateboarden Hand in Hand.

Inlineskates

Inlineskates oder Rollerblades sind ein und dasselbe Produkt. Nur wenige wissen jedoch, dass die richtige Bezeichnung Inlineskates heißt und Rollerblades ledig-lich ein Artikel der Firma Rollerblade sind. Wie dem auch sei: Mit Rollerblades, passendem Knie- und Gelenkschutz, am liebsten auch einem Schutzhelm ist man perfekt für den Weg zur Schule gewappnet.

Joggen

Wer regelmäßig joggt, der lebt gesund. Das Herz wird stärker, das Lungenvolumen größer, die Knochen werden gestärkt und Osteoporose vorgebeugt. Außerdem ist Laufen eine gute Möglichkeit, Stress abzubauen und steigert die geistige Kapazität, wenn es zum Beispiel darum geht, für eine Prüfung zu lernen. Gibt es in Deinem Kopf gerade ein Wirrwarr an Gedanken, bringst Du das Gelernte durcheinander? Dann geh doch aus dem Haus und lauf mal um den Wohnblock! Laufen erhöht die Konzentrationsfähigkeit, weil das Gehirn mit Sauerstoff versorgt wird. Allerdings sind spezielle Laufschuhe und eine richtige Technik erforderlich, um die Gelenke nicht zu belasten.

Schwimmen

Zu den gesündesten Sportarten, die es gibt, gehört das Schwimmen. Es ist zwar etwas aufwendiger als Fahrradfahren, zum Beispiel, denn dafür muss man sich in eine Schwimmhalle oder ins Freibad begeben und ins „kalte“ Wasser springen. Gerade für Gewichtige ist das Schwimmen empfehlenswert, denn das Wasser trägt das Gewicht des Körpers und die Gelenke werden nicht belastet.

Die gesamte Körpermuskulatur wird dabei beansprucht. Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich werden gelöst, die Durchblutung wird angeregt und die Venen werden gestärkt. Durch das Paddeln mit den Beinen wird der Bluttransport zum Herzen unterstützt. Das gesamte Herz-Kreislauf-System wird in Schwung gebracht, der Herzmuskel trainiert, man fühlt sich nach einer Schwimmstunde definitiv fitter. In vielen Städten gibt es Schwimmhallen, die Monatsabos zu reduzierten Preisen für Schülerinnen und Schüler anbieten. Eine Stunde schwimmen nach der Schule tut ganz bestimmt gut.

Klettern

Klettern kann nicht nur im Gebirge ausgeübt werden, obwohl es inmitten der Natur schon etwas verlockender sein könnte. Es gibt Kletterwände in der Stadt, die nur darauf warten, erklommen zu werden. Klettern beansprucht Körper und Psyche zugleich und fordert einiges an Konzentration, doch mit etwas Übung schafft man es ganz bestimmt auf den imaginären Gipfel. Eine Kletterstunde in einer Halle kostet rund 35 Lei.

Team-Sportarten

Egal, ob Fußball, Handball, Basket- oder Volleyball: Die meisten Schulen verfügen über geeignete Sportplätze zum Ausüben einer Team-Sportart. Wieso Sport im Team? Weil das Zusammenspiel in der Mannschaft Respekt, Toleranz und Fairplay fördert und das bereits im jungen Alter. Hinzu kommt der Spaß, für den die Mannschaftssportarten garantieren. Bist Du auf der Suche nach neuen Freunden? Dann melde dich doch bei einem Sportverein an! Im Team findet man schnell Freunde und man lernt einiges über Sieg und Niederlage. Nicht umsonst sagt man doch so schön: Geteilte Freude ist doppelte Freude!

Sport gehört in der Schule einfach dazu und darf nicht zu kurz kommen. Darüber hinaus sollten gerade junge Menschen die Bedeutung eines aktiven Lebensstils wahrnehmen und jetzt schon damit beginnen. Natürlich ist es nicht leicht, von einem Sportmuffel zu einem Sportler zu werden, es gehört etwas an Überwindung dazu, aber hat man es einmal geschafft, lohnt es sich auf jeden Fall. Früh übt sich, was später gesund sein will.

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