Frühstart in den Hauptstadt-Disput

Freitag, 15. März 2013

Noch gibt es keine konkrete Unterlagen um über Regionalisierung, Verwaltungsreform, Dezentralisierung zu sprechen. Kompetenzen der neuen Verwaltungsstrukturen sind noch nicht öffentlich gemacht worden, wie auch nicht klar ist, nach welchen Kriterien eine zukünftige Regionshauptstadt bestimmt wird. Es sei verfrüht, Fragen anzusprechen wie jene über die Hauptstadt der Region X oder Y, heißt es seitens der Politiker.

Hinter den Kulissen wird aber bereits diskutiert, gehandelt, arrangiert. Arbeitsgruppen bestehend aus Experten sollen Arbeitshypothesen aufstellen. Alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit, denn die gilt eher als Störfaktor, ist uninformiert, subjektiv usw. Inwieweit es zu einer richtigen Debatte kommt und was noch nachträglich aufgrund des Echos in der Bevölkerung geändert wird, ist fraglich. Hinzu kommt auch das Referendum zum Thema Verfassungsänderung, wo die Regionalisierung auch berücksichtigt werden muss. Also wird man unter Zeitdruck stehen, wenn bis 1. Januar 2014 die Regionen auf der Landkarte eingetragen werden sollen.

Auch im Falle der möglichen Region Zentrum (oder Carpatica oder andere eventuelle Namen) hat das Tauziehen um die zukünftige regionale Hauptstadt bereits begonnen. Wenn die gegenwärtigen Wirtschaftsregionen auch als Verwaltungsregionen akzeptiert werden (und diese Variante scheint als die wahrscheinlichste), so muss eine Hauptstadt für die Kreise Kronstadt, Hermannstadt, Mureş, Alba, Harghita und Covasna gefunden werden. Mit Karlsburg/Alba Iulia als Hauptstadt, wie das zur Zeit für diese Wirtschaftsregion gültig ist, kann eigentlich nicht weiterhin gerechnet werden.
Kronstadt müsste auf Grund der Bevölkerungszahl, Wirtschaft, Verkehrsanbindungen, Tourismus, Abgaben an das Staatsbudget als Hauptfavorit gelten.

Hermannstadt scheint sich damit nicht so einfach abfinden zu wollen und rechnet weiterhin mit dem „Johannis-Effekt“. Und in Neumarkt/Tg. Mureş hofft man wohl auf Kompromisse als Gegenleistung für die Eingliederung des „Szekler Landes“ in eine größere Region.

Die Hauptstadt-Nominierung der Regionen bleibt aber eine politische Entscheidung und deshalb ist alles möglich. Dass es zu einem Frühstart/Fehlstart mancher Teilnehmer an dieser Debatte gekommen ist, war zu erwarten. Es ist auch nichts Arges damit zu verbinden denn, zum Unterschied von der Leichtathletik, wird in der Politik der Fehlstart nicht mit einem Ausschluss aus dem Wettbewerb geahndet.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 18.03 2013, 19:46
HAUPT UND HERRMANSTADT SO SAGEN ES AUCH DIE RUMÄNEN IN DER STADT,WENN ICH MIT IHNEN SPRECHE. SIE SAGEN NICHT SIBIU.AUCH IN RUSSLAND SAGEN DIE LEUTE ZU STALINGRAD, PETERSBURG UND NICHT STALINGRAD.
DIE MENSCHEN SIND HALT KLÜGER WIE DIE RUMÄNISCHE VERWALTUNG UND IHRE POLITIKER. SIE WOLLEN VON LEUTEN REGIERT WERDEN .WIE HERRN JOIHANNIS DER WAS KANN. UND DER IN EUROPA ANGESEHEN IST. ALS DEUTSCHER IN HERRMANNSTADT. GEWAHLT MIT ABSOLUTER MEHRHEIT. SO LEUTE BRAUCH EUROPA UND NICHT RUMÄNIEN. DESWEGEN GLAUBE ICH ,WIR WERDEN IHN IN DER EU IN BRÜSSEL ODER STRASSBURG SEHEN. ER KANN NÄHMLICH NACH MEINER MEINUNG BIS 2 ZÄHLEN.
Siegrid, 15.03 2013, 15:01
Hieß es nicht früher einmal Haupt- und Hermannstadt?

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