Führer über Fahrradwege im Kronstädter Gebiet

Sponsoren für einen MTB-Tourenführer gesucht

Donnerstag, 25. August 2016

41 Mountainbike-Wege in der Umgebung von Kronstadt stellt der neue Touren-Führer vor. In der Sammlung „Fahrradwege im Kronstädter Gebiet“ können Liebhaber des Mountainbike-Sports Ideen für Fahrradrouten in den Bergen Schuler/Postăvaru, Hohenstein/Piatra Mare, Bucegi, Ciucaş, Tătaru, Baiului, Grohotiş, Iezer-Păpuşa, Leaota, Perşani, Königsstein/Piatra Craiului und Fogarasch finden.
Die Wanderkarten gehören der Kollektion „Muntii Nostri“ des Verlags „Schubert & Franzke” an. Im bekannten österreichischen Verlag, der auch in Rumänien eine Filiale hat, erschienen kürzlich auch Fahrradtouren-Führer aus dem Gebirge in der Nähe von Klausenburg und dem Banater Gebirge.

Verschiedene Schwierigkeitsgrade

Die Rad- und Wanderwege, die für diesen Führer zusammengestellt wurden, sind im Laufe mehrerer Jahre von Mitgliedern und Freunden des Rumänischen Bergsteigerclubs/Clubul Alpin Roman getestet worden. Laut Vertretern des Vereins „Braşovul pedalează“ (Kronstadt radelt) werden die verschiedenen Wege auf separaten Tafeln beschrieben. Wer einen Fahrradausflug ins Gebirge vorhat, braucht also nur diejenige Tafel mitnehmen, in der der Weg beschrieben wird, der ihn interessiert. „Außer der Karte werden auf den Tafeln eine kurze Beschreibung des Weges und verschiedene nützliche Informationen stehen: die Weglänge, die Schwierigkeit, Details über Trinkwasser, Berghütten und Wegweiser. Sehr interessant ist, dass die GPS-Tracks dieser Wege aus dem Internet heruntergeladen werden können.

Die 41 MTB-Wege wurden so ausgewählt, dass sie allen Ansprüchen gerecht werden: es gibt Cross-Country-Wege und Downhill-Wege mit einem hohen Schwierigkeitsgrad, aber auch leichtere Wege für Anfänger oder ältere Sportler. Bei einigen Trassen, die beschrieben werden, sind auch die Auffahrten mit der Drahtseilbahn oder Gondel inbegriffen. Es verspricht, ein sehr interessantes Werk zu werden, das in keiner Fahrradfahrer-Bibliothek fehlen sollte“, meint Cristian Stasisin, Vertreter des Vereins „Braşovul Pedalează“. Um das Projekt erfolgreich abzuschließen, benötigt man noch die Hilfe von Sponsoren. Die interessierten Firmen können sich direkt an den Verlag „Schubert & Franzke” wenden. Informationen unter http://www.schubert-franzke.eu/ro.

Immer mehr Radfahrer

Mountainbike ist ein Sport, der sich in Kronstadt immer größerer Popularität erfreut. Immer öfter werden professionelle Touren ins Gebirge oder auf Forstwegen organisiert. Auch stellen immer mehr Pensionen und Hotels ihren Gästen Fahrräder zur Verfügung, um die Umgebung zu erkunden. Auch Offroad-Touren waren in diesem Sommer sehr gefragt. Im Rahmen des Programms „Bike&Like“ fand im Juni dieses Jahres eine zweitägige Fahrradtour statt, die an mehreren Kirchenburgen vorbeiführte. Die Radtour bestand aus einem sportlichen Teil („Bike“) mit zwei Off-Road-Etappen und einem kulturell-touristischen Teil („Like“). Es ist nicht das erste Mal, dass Fahrradtouren mit Tourismus und kulturellen Events kombiniert werden. Es ist schon zur Tradition geworden, dass zum ersten Konzert der Kirchenmusikreihe „Musica Barcensis” die Teilnehmer auf Fahrrädern anreisen. Dieses Jahr sind die Schüler der Musikschulen aus Kronstadt und Sankt Georgen/Sf. Gheorghe auf Fahrrädern bis zur Evangelischen Kirche in Weidenbach gekommen. Dabei handelte es sich ebenfalls um eine Initiative von „Brasovul pedalează“. Derselbe Verein organisiert jedes Sommerwochenende eine Radtour: mal geht es zum Omu-Gipfel, mal zur Curmătura-Hütte im Königsstein, mal nach Sinaia, mal durch malerische Dörfer im Kreis Covasna. Wege gibt es genug.

Es steht schlecht um die Fahrradwege in der Stadt

Viel schlechter steht es um die Fahrradwege in der Stadt - heute sind es etwa 17 Kilometer, die noch immer nicht vernetzt sind, obwohl viele Politiker schon vor Jahren in ihren Kampagnen damit geworben haben. Auf den Radwegen, die auf den Gehsteigen gekennzeichnet sind, treten dauernd Probleme zwischen Fußgängern und Radfahrern auf. Andererseits befinden sich auf den sehr schmalen Fahrradwegen, die am Straßenrand markiert sind, oft geparkte Wagen oder andere Hindernisse wie Kanalabflüsse und Pfosten. Das kann für einen Radfahrer lebensgefährlich sein. In Kronstadt gibt es eine stark wachsende Radfahrergemeinschaft. Jeden letzten Freitag im Monat trifft sich die „Kritische Masse“ in Sachen Radfahren vor dem Kronstädter Rathaus. Über 200 Personen fahren auf einer vorher festgelegten Tour für rund eineinhalb Stunden durch die Stadt. Das Ziel ist, als kompakte Gruppe im Stadtverkehr aufzutauchen, um als gleichberechtigte Verkehrspartner wahrgenommen zu werden. Auch werden regelmäßig Nacht-Touren organisiert.

Diese starten im Sommer um 19 Uhr vor dem Kronstädter Rathaus. Über die Mittelgasse und die „Căramidăriei-Straße geht es bis zum Kartoffelinstitut, nach Stupini und weiter zur Fabrik „Aerotec“. Von dort fährt man zurück nach Bartholomae und anschließend in die Schulerau. Ein anderes Problem der Stadt sind die fehlenden Fahrradständer. Im Zentrum gibt es nur wenige davon, die meisten gehören zu verschiedenen Cafés oder Bistros. Wer noch kein Fahrrad hat, aber gerne ausprobieren will, wie es sich anfühlt, kann sich eins am Marktplatz/Piaţa Sfatului mieten. Es kostet 15 Lei pro Tag. Insgesamt 40 Fahrräder stehen dort bereit, um an Interessierte vermietet zu werden. Die Aktion wird von den Kronstädter Lokalbehörden gefördert.

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