Für aktivere EU-Mittel-Akquisition

Kreisratspräsident Frunzăverde tagte mit Institutsleitern

Mittwoch, 13. Mai 2015

Reschitza – Sorin Frunzăverde, der Präsident des Kreisrats Karasch-Severin, bestellte die Leiter der dem Kreisrat untergeordneten Institutionen zu einer Tagung über Aktivmaßnahmen zur Akquisition von EU-Fördermitteln ein. Das Banater Bergland gehöre zwar, mit gegenwärtig zahlreichen in Arbeit befindlichen Projekten, die mit rund 300 Millionen Euro von der EU gefördert werden, zur Spitzengruppe der Verwaltungskreise Rumäniens, aber es sei noch sehr viel Raum für mehr vorhanden.

Die Leiter der dem Kreisrat untergeordneten Institutionen forderte er auf, gemeinsam eine Prioritätenliste für EU-Förderungen aufzustellen. Aber auch gleich Termine und Verantwortungen vorzuschlagen und möglichst die Ressourcen für die Kofinanzierung, angesichts der Tatsache, dass die Regierung Victor Ponta dazu neigt, wenn sie in Finanznöten ist, erst mal die Gegenfinanzierung solcher Projekte aufzuschieben – und damit die Abrechnung der Projekte seitens der EU durch Überziehung der Abgabetermine ernsthaft zu gefährden.

Zum Arbeitstreffen mit den Leitern der Institutionen des Kreisrats hatte Frunzăverde auch Abteilungsleiter des Kreisratsapparats und von dessen Direktionen bestellt, die mit EU-Finanzierungen zu tun haben. Zuletzt einigte man sich auf zwei große Projektrichtungen, die zu verfolgen wären, das Gesundheitswesen und prioritär die Finanzierung von Ausstattungen des Notfallkrankenhauses von Reschitza/Reşiţa, und Infrastrukturprojekte, die wegen der weiten Streuung der Ortschaften und dem Angewiesensein auf gute Straßenverbindungen – vor allem mangels eines gut ausgebauten Eisenbahnnetzes – zur Priorität erklärt wurden.

Ziel dieser Projekte soll  die bessere touristische Erschließung des Banater Berglands und seiner Potenziale sein, aber auch der Natur- und Kulturgüter, die das Südbanat birgt. Bezüglich möglicher Hauptfinanzierungen durch die EU verfolgte man zwei Richtungen: die operativen Programme, die Brüssel anbietet, aber auch das nach wie vor der Grenzregion zum Beitrittskandidatenland Serbien vorbehaltene IPA-Programm für grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

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