Für Landwirtschaft und Landschaftspflege

Das Kerzer Forum tritt mit vier Kandidaten zur Lokalwahl an

Donnerstag, 07. Juni 2012

Anna Pascu, Martin Szegedi, Gerlinde Schneider (v.l.) und Martin Muntean kandidieren für das Kerzer Forum.
Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Seit den ersten Wahlen nach der Wende ist das Demokratische Forum der Deutschen in Kerz/Cârţa im Gemeinderat vertreten – und diese Tradition soll fortgesetzt werden. Derzeit vertritt Martin Florian Muntean das Forum im Rat. Dieser stellt sich am 10. Juni wieder zur Wahl und mit ihm drei weitere Kandidaten.

Die deutsche Gemeinde in Kerz sei mit 60 Mitgliedern bei rund 900 Einwohnern recht zahlreich, meint Forumsvorsitzender Martin Szegedi, und sie tue auch einiges im und für das Dorf. Deshalb wolle das Forum, das die Deutschen im Ort repräsentiere, auch im Gemeinderat vertreten sein. Aus diesem Grund hat das Forum für die anstehenden Lokalwahlen wieder vier Kandidaten aufgestellt. Auf der Liste des Kerzer Forums stehen der amtierende Gemeinderat Martin Florian Muntean sowie Gerlinde Schneider Moldovan, Anna Pascu und Martin Szegedi.

Die Forumsmitglieder könnten insbesondere ihre Kompetenzen in der Landwirtschaft einbringen, meint Szegedi, der auch Vorsitzender des im Ort ansässigen Landwirtschaftsverein „Bâlea“ ist. Seit 22 Jahren bearbeitet dieser beträchtliche Flächen und versorgt die Landwirte der Umgebung jährlich mit günstigem Saatgut. Das Kerzer Forum sieht Handlungsbedarf bei der Instandhaltung der Feldwege sowie im Umgang mit dem brachliegenden Boden.

Im Herbst seien die Felder zudem wie ein Selbstbedienungsladen, sagt Szegedi, in dem sich einige an Kartoffeln und Mais bedienen, aber nicht zur Kasse gehen. Dies seien Aufgaben, denen sich der Gemeinderat widmen könne. Beispielsweise indem im Sommer der Zugang zu den Feldern in den Abendstunden reglementiert werde. „Denn wer dann herumfährt, der fährt nicht zum Vergnügen, sondern um zu stehlen.“ Im Allgemeinen müsste man die Landwirtschaft mehr fördern, meint Szegedi, wenn auch nur moralisch.

Ein Ärgernis ist ebenso der Müll, der die Landschaft verschandelt. „Es ist eine schöne Gegend hier. Wir haben eine Anzahl von kleinen Bächen. Einige werfen aber ihren Mist wohin sie können und verderben das ganze Bild“, klagt Szegedi.

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