Für stärkere NATO-Präsenz im Schwarzmeerraum

Jens Stoltenberg nach Rumänien eingeladen

Donnerstag, 10. März 2016

Rumänien als ein wichtiger Partner: Premier Dacian Cioloş (l.) sprach in Brüssel mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.
Foto: Agerpres

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Der rumänische Premier Dacian Cioloş erklärte Dienstag in Brüssel nach seinem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, dass eine Stärkung der Ostflanke des Bündnisses nötig sei. Das bedeute insbesondere eine betontere Präsenz der NATO im Schwarzmeerraum.
Dazu wolle Rumänien „ganz konkret, mit Ressourcen“ beitragen und diesbezüglich auf dem Gipfel in Warschau Vorschläge unterbreiten. Zur Empfehlung von Stoltenberg, dass Rumänien seinen Haushalt für Verteidigung aufstocken solle, sagte Cioloş, dass dieses Budget schon im Jahr 2017 zwei Prozent des BIP ausmachen werde, das gelte dann fortlaufend für zehn Jahre.

Das Geld würde für die Ausstattung der Armee eingesetzt, aber auch für einen besseren Lebensstand der Militärs. Andererseits werde Rumänien die militärische Zusammenarbeit mit der Republik Moldau verstärken, einschließlich in ihrer Beziehung zur NATO. Cioloş hat Jens Stoltenberg zu einem Rumänien-Besuch eingeladen, günstig dafür wäre seine Teilnahme an der Einweihung des Schutzschilds von Deveselu im Mai. Stoltenberg verwies darauf, dass die Zusammenarbeit zwischen NATO und EU „enger ist denn je“, angesichts der Flüchtlingskrise, der hybriden Bedrohungen, auch in der Unterstützung der Republik Moldau, der Ukraine und Georgiens. Mit Russland müsse man einen „effizienten Dialog“ führen.

Kommentare zu diesem Artikel

Rolf Joachim, 11.03 2016, 15:30
Für mich ist Stoltenberg ein gefährlicher Kriegstreiber.Russland hat die Länder "frei" gelassen und die Nato zieht rücksichtslos nach und treibt Russland in die Enge. Russland hat doch die Hand gereicht. Warum will man die Russen über den Tisch ziehen? Warum ist man nicht so weit diplomatisch, kommt Russland entgegen und lässt einen Korridor ? So zu sagen als Anerkennung und Dankeschön für Russlands Rückzug.Die Nato, der Westen, provoziert und sucht die Eskalation.
Alfred, 11.03 2016, 00:58
@ Tourist
Ich bin sprachlos ob Deiner angepaßten und feigen Haltung.
Tourist, 11.03 2016, 00:49
@Alfred: man darf nicht vergessen, sie haben die Atombomben und wir nicht. Sie haben Flugzeugträger, Satellitenaufklärung, U-Boote in allen Ozeanen, 3000 moderne Kampfjets, strategische Langstreckenbomber die bis auf einen kleinen Teil Zentralasiens und die Antarktis jeden Punkt der Erde innerhalb von fünf Stunden bombardieren können, Marschflugkörper, AVACS, etc. und wir haben das alles nicht, oder fast nicht. Und was mit Ländern passiert, die sich offen gegen die USA stellen sieht man im Irak oder Libyen. Ein bisschen nach ihrer Pfeife tanzen müssen wir, nur manche europäischen Politiker übertreiben es mit der Unterwürfigkeit.
Alfred, 10.03 2016, 12:05
Die seit 1945 herrschende Verherrlichung der USA seitens beinahe aller Europäer ist erbärmlich und kein Ruhmesblatt für deren Verstand.
Kritiker, 10.03 2016, 11:41
@Tourist - hier bin ich vollkommen Ihrer Meinung.
Fritz, 10.03 2016, 08:40
@Tourist: Right!
Tourist, 10.03 2016, 08:28
die NATO zwingt Rumänien zu mehr Rüstungsausgaben, natürlich zu verwenden bei westlichen Rüstungskonzernen. Die Amerikaner missbrauchen Rumänien als Standort für ihre hochgefährlichen Nuklearkriegsspielchen. Im Schwarzen Meer wird Kalter Krieg 2.0 gespielt. Die EU zerbröselt gerade zwischen Grexit, Brexit, Flüchtlingskrisenbewältigungsuneinigkeit, Syrienwahnsinn und Eurokrise. Aber der Herr Stoltenberg stellt sich hin in im feinen Anzug und gibt ein paar Worthülsen ab: hybride Bedrohung, blablabla.

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