Für Toleranz und Multikulturalismus

Land Brandenburg und Region Zentrum feierten in Rumänien einmalige Partnerschaft

Dienstag, 22. Januar 2019

Über 50 Freunde der beiden Regionen aus Politik, Verwaltung, Kultur und Kirche wohnten der Ausstellungseröffnung in der Deutschen Botschaft bei. Foto: ADR Centru

Bukarest/Karlsburg - Die gemeinsame Wanderausstellung „Zwei Regionen in Europa: Land Brandenburg und Region Zentrum“ stellten die Vertretung des Landes Brandenburg in der Region Zentrum und die Entwicklungsagentur Zentrum (ADR Centru) Mitte vergangener Woche in der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest vor. Die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum und mit der Unterstützung des Ministeriums für Justiz, Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg zusammengestellte Ausstellung gibt die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen wieder und brachte unter der Schirmherrschaft des Botschafters Cord Meier-Klodt über 50 Gäste zusammen, die bei diesem Anlass auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Regionen, aber auch die auf den europäischen Werten basierende, einmalige Partnerschaft eingingen. Die Delegation der Region Zentrum, welcher die Kreisratsvorsitzenden der Kreise Alba und Kronstadt/Bra{ov, Ion Dumitrel und Adrian Ve{tea, angehörten, leitete die Hermannstädter Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean, die hervorhob, dass „heutzutage, vor allem in den Kreisen Hermannstadt und Kronstadt, die soziale und wirtschaftliche Entwicklung ohne den unverwechselbaren Einfluss unserer Nachbarn und Freunde, die Siebenbürger Sachsen, gar nicht denkbar wäre. Das ist auch einer der Gründe der guten, langjährigen Zusammenarbeit zwischen Rumänien und Deutschland, die mithilfe dieser in Europa einmaligen Partnerschaft verwirklicht wird. Die regionale Kooperation, die sich zugunsten beider Seiten entwickelt und auf gegenseitigem Respekt basiert, definiert ein Instrument einer neuen europäischen Politik für Regionen, die ihnen die notwendige Handlungsfreiheit bietet und gleichzeitig ermöglicht, dass dieses neue Europa der Regionen von den Bürgern gut aufgenommen und empfunden wird.“

Die Ausstellung spricht heutzutage in Europa überall empfindliche Themen an, wie die Toleranz und das gute Zusammenleben, die Menschenrechte und den Minderheitenschutz, den Umgang mit Baudenkmalen und historischen Persönlichkeiten, die soziale und wirtschaftliche Entwicklung, aber auch die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt, mit einem besonderen Schwerpunkt auf die touristischen Attraktionen. Bezweckt wird damit eine Verbesserung der Toleranz und des Multikulturalismus, die Findung von Antworten zur regionalen Entwicklung in Europa, aber auch die Ermutigung neuer Fragestellungen zu diesen Themen.

„Wenn zwei Kulturen zum ersten Mal aufeinandertreffen, sind in erster Reihe die Unterschiede erkennbar. Ich lebe seit 2002 in der Region Zentrum und habe praktisch festgestellt, dass diese Unterschiede viel kleiner sind als es anfangs erscheinen könnte. Die von uns zusammengestellte Ausstellung nimmt sich vor, die historischen Daten in Erinnerung zu rufen und die bilaterale Entwicklung der vergangenen Jahre hervorzuheben. Die Antworten auf die Fragen zum historischen und wirtschaftlich-sozialen Werdegang entsprechen den unterschiedlichen Perspektiven, aus denen die vorgenannten Themen behandelt werden, den Teilnehmern wurde jedoch die Gelegenheit geboten, überraschende Ähnlichkeiten zwischen dem Land Brandenburg und der Region Zentrum zu entdecken“, so Dr. Birgit Schliewenz, die Partnerschaftsbeauftragte des Landes Brandenburg für die Entwicklungsregion Zentrum.

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