FUEV-Kongress 2014 im deutsch-dänischen Grenzgebiet

Dienstag, 20. Mai 2014

Der Jahreskongress der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen, der in der Zeitspanne vom 7. bis 11. Mai in Nordschleswig (Dänemark) und Südschleswig (Deutschland) stattgefunden hat, ist Teil eines Jubiläums im deutsch-dänischen Grenzland gewesen. In Flensburg und Sonderburg hat die FUEV im Gedenken an den deutsch-österreichisch-dänischen Krieg von 1864 ihren 65. Geburtstag begangen und damit veranschaulicht, dass Minderheitenarbeit friedensstiftenden Charakter hat. Die Region mit ihren vier ansässigen Minderheiten (Deutsche, Friesen und Sinti und Roma) ist ein europaweites Beispiel für hervorragende Minderheitenpolitik.

Am 9. Mai, dem Europatag, wurde der Gründung des Europarates und der Grundsteinlegung der Europäischen Union gedacht. Seitdem sind Europa und die EU im stetigen Wandel begriffen. Die Entwicklung und die Zukunft Europas wurden von einem prominenten Redner beleuchtet und mit den Mitgliedern diskutiert. Dieser Tag wurde zum Anlass der Prämierung von Projekten der Jugendlichen zum Thema der Einheit in der Vielfalt genommen. Die Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien hatten Gelegenheit, sich auszutauschen mit Vertretern anderer Minderheiten und Kontakte zu knüpfen, mit der Aussicht guter Zusammenarbeit in den kommenden Jahren. An der Delegiertenversammlung vom 10. Mai haben Benjamin Jósza, Geschäftsführer des Landesforums, und Christiane Gertrud Cosmatu, Unterstaatssekretärin im Departement für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Regierung, teilgenommen.

Fazit des Kongresses war, dass die Minderheiten Europas enger zusammengerückt sind. Dazu hat das Ringen um das Minority Safe Pack geführt. Damit wurde erreicht, dass die Aufmerksamkeit auf die Situation der Minderheiten gelenkt wurde. Nun wird auch auf das EU-Parlament Druck gemacht, dass Minderheiten mit in die Beschlussfassung aufgenommen werden. Es ist eine klare Zielsetzung, dass nicht über die Minderheiten geredet werden soll, sondern mit den Minderheiten. Dass die Minderheiten zusammenrücken, merkt die FUEV auch am Interesse anderer Minderheiten, denn zehn neue Minderheitenvertretungen haben den Antrag auf Aufnahme gestellt. Somit nähert sich die FUEV der magischen Mitgliederzahl von 100. In der aktuellen Stunde des diesjährigen Kongresses ging es verständlicherweise um die Ukraine. Die 92 Mitgliedsverbände der FUEV haben in einer Resolution an alle Akteure appelliert, den  entfachten Konflikt nicht zu Lasten der Minderheiten auszutragen. (crc)

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