Funka in Erdeed

Vor 15 Jahren wurde die Tradition wieder belebt

Montag, 23. Februar 2015

Das Kreuz wurde um 19 Uhr angezündet

Vorbereitungen für das Funkenfest
Fotos: Günther Ludescher

Sathmar -  Am letzten Fasching vor der Fastenzeit wurde in Erdeed/Ardud  das „Funka“ (Funkenfest) gefeiert. „Die alte Tradition, die in der Zeit des Kommunismus verboten war, wurde vor 15 Jahren wieder belebt. Seitdem wird Funka jedes Jahr vom DFDR Erdeed veranstaltet“, sagte Günther Ludescher, einer der Organisatoren. Gegen 18 Uhr versammelten sich viele Schaulustige auf dem Funkenplatz. Nachdem das Feuer angezündet wurde, fingen die Jugendlichen der Stadt an die Holzscheiben zu werfen. Zuerst hielten sie die Scheiben, die mit Stroh umgeben wurden, ins Feuer. Dann  warfen sie die Scheiben gegen ein Brett und schleuderten es damit in die Luft. Dabei schrien die Mädchen: „Schibi, scheiba, weam soll dea Scheiba sei?“Vor allem für die Paare wurden die Scheiben geworfen.

Nicht nur die einheimischen Jugendlichen versuchten ihr Glück beim Scheibenwerfen, sondern u.a. auch die Mitglieder der Gute Laune- und der Gemeinsam-Tanzgruppen aus Sathmar/Satu Mare sowie die Mitglieder einer Delegation aus Bayern, die für die Caritas Satu Mare Hilfsgüter mitgebracht haben. Punkt 19Uhr wurde das Kreuz angezündet. Die Anwesenden standen um das Kreuz und beteten ein Vaterunser. Danach sangen alle Marienlieder. Die Organisatoren boten inzwischen allen Krapfen und Glühwein an. Die Feier wurde danach im Kulturhaus der Gemeinde fortgesetzt, wo die Anwesenden von Stefan Fetz, Vorsitzender des DFDR Erdeed begrüßt wurden. Das kulturelle Programm wurde von den Tanzgruppen aus Sathmar und aus Zajta/Ungarn gestaltet. Danach begann der Maskenball, der bis spät in die Nacht hinein dauerte.

Kommentare zu diesem Artikel

Dirk, 24.02 2015, 10:58
Sehr schön, daß solche Tradition gepflegt wird!
Bei uns im Schwarzwald findet das auch noch in vielen Gemeinden statt.

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