Garantien für Roşia Montană wurden drastisch erhöht

Bei Umweltkatastrophe nur 25 Millionen Dollar Entschädigung

Donnerstag, 26. September 2013

Bukarest (ADZ) – Umweltministerin Rovana Plumb (PSD) hat am Dienstag vor dem mit der Überprüfung der Goldprojekts in den Westkarpaten beauftragten Sonderausschuss des Parlaments aufgezeigt, dass ihr Ressort dem Bergbauunternehmen Ro{ia Montana Gold Corporation (RMGC) eine drastische Umweltschutzgarantie auferlegt habe – diese sei praktisch verdoppelt worden und liege nun bei 146 Millionen Dollar. Nach Angaben der Ministerin soll die Summe für die Sanierung des Bergwerks gemäß geltender Umweltstandards aufgewendet werden.

Auf die Frage eines Ausschussmitgliedes bezüglich der RMGC-Entschädigungen im Fall einer Umweltkatastrophe entgegnete Plumb, dass diese sich auf 25 Millionen Dollar belaufen. Nach etlichen gezielten Fragen musste Plumb einräumen, dass das Monitoring der Tätigkeit vor Ort von RMGC-Mitarbeitern vorgenommen werden soll.

Die Monitoring-Stationen würden von den Angestellten des Bergbauunternehmens betrieben, die Daten sodann online in ein WATCH-Programm hochgeladen, zu dem dann auch die rumänischen Behörden Zugang haben sollen, erläuterte Plumb. Im Fall eines Projektstarts würde zudem einzig die RMGC für die Beseitigung der bereits bestehenden, historischen Umweltschäden zuständig sein – dabei gehe es u. a. um 18 Abraumhalden, zwei stillgelegte, völlig unsanierte Stollen sowie das stark saure Wasser vor Ort, hob die Ministerin hervor.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 27.09 2013, 01:51
eine Milliarde wäre angebrachter. Sollte so ein Zyanid-Staubecken jemals bersten, wäre auch das noch zu wenig, um die Schäden zu beseitigen.
Ottmar, 26.09 2013, 17:43
Erhöhte Garantien. Wer überwacht das? Der korrupte Gärtner oder der korrupte Ponta oder der korrupte Polizist. Da kann man nur lachen und von Glück sagen wenn man nicht unterhalb des Projektes Grund und Häuser hat. Oder dort wohnt. Man ist permant einem Giftmüll ausgesetzt.
Sraffa, 26.09 2013, 12:31
Die Vetragsvorbereitung seitens Rumäniens weist schwerwiegende Mängel auf : RMGC soll im Schadensfall selbst den Schaden beseitigen ! Daß ich nicht lache ; nach einer Umweltkatastrophe geht RMGC pleite und kann dann noch nicht einmal die Grundstücksaufsicht mehr bezahlen - Arbeiten zur Beseitigung der Schäden ( auch Gewässerverschmutzung ) können dann erst Recht nicht bezahlt werden..
Was sitzen nur für Helden im Rumänischen Staat ?!
Sraffa, 26.09 2013, 12:24
Lediglich 25 Mio Dollar Entschädigung lediglich im Katastrophenfall ? Da freuen sich alle Manager der Internationalen Bergbauindustrie; in Rumänien geht es offensichtlich zu wie im Kongo !

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