Gastlehrer aus Deutschland

Das Schwerpunktthema der neuen Zett-Ausgabe

Dienstag, 16. Dezember 2014

Die „Zeitschrift des Zentrums für Lehrerfortbildung“ in Mediasch lässt in ihrer neuesten Ausgabe (Nummer 28/2014) ausführlich ihre „Gastarbeiter“ aus Deutschland zu Wort kommen. Gastlehrer schildern ihre „Rumänischen Impressionen“, wehmütig erinnert sich ein Fachberater von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) an gemeinsame Filmabende und die sich anschließenden anregenden Diskussionen. Beeindruckt zeigt sich mancher Gastlehrer von den Herausforderungen des rumänischen Transportwesens. Da unterscheidet er sich  nicht von den gewöhnlichen Besuchern Rumäniens. Während ZfA-Fachberater Dieter Jaeschke seine Fahrradfahrten durch Bukarest genießt, schildert Peter Diekel seine lang zurückliegende abenteuerliche Busfahrt zu den Moldau-Klöstern, und Christian Lichtenberg scheint noch ganz erfüllt von seinen Eindrücken aus dem ländlichen Leben in der Maramureş. Positiv überrascht zeigt sich Susann Danowsky über die freundlichen Sitten anlässlich der Verleihung des DSD II Sprachdiploms und ungläubig staunt Sabine Brünig über den Verlauf einer Schulinspektion.  Beinahe philosophisch sinniert Rainer Bräuer über seine Zeit in der Zentrale in Mediasch, wo er die „Vergangenheit in der Gegenwart“ verorten will.

Dies wäre jedoch keine Zeitschrift für in deutscher Sprache unterrichtende Lehrer, wenn nicht auch einige sachliche pädagogische Themen angegangen würden. Hilfreich erscheint sicher die Erklärung, wofür „ein Fachberater zuständig ist“, denn im Rahmen des Programms  „PASCH“ (Schulen: Partner der Zukunft) arbeiten mehrere Institutionen von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen bis zum Goethe-Institut zusammen, ohne dass für den Außenstehenden alle Zuständigkeiten und Kompetenzen so leicht erkennbar wären. Als Beispiel für neue methodische Ansätze stellt Annette Frings „Das Themenportfolio zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung“ vor. Wie erfolgreich ihre und in der Konsequenz die Bemühungen ihrer Schüler sich erweisen werden, stand bei Abschluss ihres Berichts noch nicht fest. Auf das Ergebnis kann man also gespannt sein.
Und wie sehen nun die rumänischen Kollegen die Rolle ihrer Gastlehrer? Die Antworten finden sich etwas fragmentarisch in den subjektiven Gedankensplittern von Gerold Hermann, dem Zwiegespräch zwischen Helmine Pop und Sabine Brünig und summarisch: „aktueller Wortschatz, ungewohnte Methoden“ in den Ansichten von Sorana Filip, einer Schülerin des Deutschen Goethe-Kollegs, Bukarest. Zum Schluss und, wie so mancher Beitrag dieser Ausgabe, nicht nur für Lehrer aufschlussreich, stellt uns Sabine Brünig augenzwinkernd die typischsten „Rumänismen“ aus ihrem Erfahrungsschatz vor.

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