Gebündelt: Deutsche Kultur und Wirtschaft in Temeswar

Mitunter auch Starthilfe für künftige Kulturhauptstadt

Mittwoch, 24. Mai 2017

„Jedes Event ist ein Höhepunkt“, sagt der DFDB-Vorsitzende Johann Fernbach. Die „Akteure“ der Deutschen Kultur und Wirtschaftstage Banat saßen bei der Pressekonferenz zur Bekanntmachung der Veranstaltungsreihe, die am 25. Juni mit der Verleitung der Preise an junge Künstler ausklingen wird, an einem Tisch: Das Konsulat, das DFDB, der Wirtschaftsclub DWC und das Deutsche Kulturzentrum Temeswar. Managerin des Unterfangens ist Alina Baciu.
Foto: Zoltán Pázmány

So stark ins Rampenlicht gerückt waren deutsche Kultur und Wirtschaft im Banat bisher noch nie. Der deutsche Konsul in Temeswar, Rolf Maruhn, nahm gleich mehrere Gegebenheiten wahr, Kultur, Tradition, Brauchtum und Wirtschaft zu bündeln. So entsteht, auf Initiative des Konsulats eine mehrwöchige Veranstaltungsreihe, die allein schon durch die Vielfalt und Vielzahl der implizierten Personen ein Novum für die Region ist.

„Es gibt gleich mehrere Jubiläen, die diese Eventreihe begründen“, sagte Konsul Maruhn am Montag auf einer Pressekonferenz und stellte die Partner und das Programm vor. 50 Jahre seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien, 25 Jahre seit der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrags zwischen den beiden Ländern, 25 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Temeswar und Karlsruhe, zehn Jahre EU-Beitritt Rumäniens, dass alles sind die Meilensteine für die Eventreihe. Im Konkreten dürften es jedoch Ereignisse gewesen sein, die von geringerer politischer Tragweite, dafür aber ganz nah am Tagesgeschehen der deutschen Gemeinschaft sind - die Heimattage der Banater Deutschen, 15 Jahre seit Gründung des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs und nicht zuletzt der bevorstehende Abschied von Konsul Maruhn. Der Diplomat ließ es nicht unerwähnt: Deutschland wird Temeswar auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2021 begleiten. Und mit der Veranstaltungsreihe setzte er ein klares Zeichen. Vielleicht schon dies der Grund, warum Stadt Temeswar und der Kreisrat Temesch mit ins Boot geholt wurden.

Eine Biker-Messe ist beim ersten Hinhören als Fahrradmesse zu verstehen. Bei „Messe“ geht es jedoch um den etwas älteren Begriff dieser Vokabel – ja, im freien Raum vor der Basilica Maria Radna ist ein internationaler ökumenischer Gottesdienst für Motorrad- und Fahrradfahrer angesagt. Symbolträchtig kommt an diesem 24. Mai ein Hilfskonvoi, bestehend aus 24 LKW ins Land. Dieser geht an Spitäler sowie an Kinder- und Altenheime.

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