Gebürtiger Rumäne unter den Opfern des Todesflugs MH17

Corlăţean: Moskau muss Separatistenunterstützung einstellen

Dienstag, 22. Juli 2014

Bukarest (ADZ) - Lehrkorps und Studenten der Klausenburger Universität Babeş-Bolyai trauern um den 24-jährigen Andrei A. und seine 23-jährige deutsche Freundin Olga I. – beide studierten vor Ort Medizin, waren an Bord von Flug MH17 auf dem Weg nach Bali und gehören nun zu den 298 Todesopfern des am Donnerstag über der Ostukraine mutmaßlich abgeschossenen Zivilflugzeugs der Malaysian Airlines. Die Klausenburger Medizin-Fakultät war am Wochenende schwarz beflaggt.

Mit Hinblick auf die erste Pressemitteilung seines Ressorts, derzufolge nach dem Absturz der Unglücksmaschine keine rumänischen Opfer zu beklagen seien, erläuterte Außenminister Titus Corlăţean am Samstag, dass der 24-jährige Medizinstudent eine doppelte Staatsbürgerschaft besessen und mit seinen kanadischen Reisedokumenten eingecheckt hatte. Auch habe die französische Schreibweise seines Vornamens – André statt Andrei – zum ursprünglichen Irrtum beigetragen. Zudem hob der Außenminister hervor, dass bis zur Identifizierung sämtlicher Insassen des Todesflugs sein Krisenstab eventuelle weitere rumänische Opfer nicht komplett ausschließen könne.

Die Behörden in Moskau forderte Corlăţean auf, ihre „den Separatisten gewährte politische und militärische Unterstützung“ umgehend einzustellen, und sicherzustellen, dass den ausländischen Ermittlern uneingeschränkter Zugang zur Absturzstelle gewährt wird.

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