Geburtsklinik mit frisch renovierten Sälen

Ärzte müssen aufgrund mangelnder Mittel für Medikamente spenden

Mittwoch, 19. Juni 2013

Fast wie im Westen: Zwei von drei Sälen, der der Anästhesie und Intensivpflegestation der Geburtsklinik Bega wurden renoviert. Ein großer Teil der Gelder stammten aus privaten Spenden
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar - Die Geburtsklinik Bega hat zwei Säle von der Anästhesie und Intensivpflegestation von Grund auf saniert.
Die Räume wurden mit neuen Fenstern und Türen ausgestattet, der Fußboden neu gelegt und die Wände frisch gestrichen. Moderne Krankenbetten sowie weitere medizinische Geräte hat die Station bereits vor fünf Jahr erworben. Ein Problem stellten allerdings die elektrischen Leitungen dar, die neu verlegt werden mussten. Außerdem wurde jedes der insgesamt sechs Betten mit einer eigenen Sauerstoffversorgung ausgestattet. Insgesamt betrugen die Renovierungskosten 100.000 Lei.

Die Ärzte klagen über die finanzielle Notlage der Geburtsklinik: Alle drei bis vier Monate müssen die Doktoren jeweils rund 100 Lei spenden, damit das Krankenkaus die nötigen Medikamente kaufen kann. Zudem wird das Geld für Bagatellen ausgegeben wie zum Beispiel kaputte Türklinken. Die beiden Säle wurden mit Geldern vom Kreisrat sowie Privatspenden finanziert. Laut Chefarzt Florin Bîrsăşteanu hätten die Ärzte die Patienten durch Eigeninitiative dazu bewogen, sich mit Spenden an der Renovierung des Krankenhauses bzw. der Wiederaufstockung des Inventars zu beteiligen.

Kommentare zu diesem Artikel

Herbert, 19.06 2013, 19:38
Wieso gibt es vom Staat kein Geld für Spitäler? Für jeden anderen Unsinn (z.B. Soldaten in Afghanistan) wird sehr viel Geld zum Fenster hinaus geworfen! Die Gesundheit der Bürger interessiert dem Staat offensichtlich überhaupt nicht.

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