Gedanken zur deutschen Wiedervereinigung

25 Jahre Deutsche Einheit im Schillerhaus gefeiert

Donnerstag, 08. Oktober 2015

Unterstaatssekretärin Christiane Cosmatu und DFDR-Altreichpräsident Dr. Klaus Fabritius zum Tag der deutschen Einheit
Foto: George Dumitriu

Wie jedes Jahr wurde auch am 6. Oktober 2015 im Kulturhaus Friedrich Schiller der Tag der deutschen Einheit mit einer Feier begangen, zu der das Regionalforum Altreich des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien zusammen mit dem Departement für Interethnische Beziehungen in der Regierung Rumäniens (DRI) einlud. Gleichzeitig wurde auch der 25. Jahrestag der friedlichen deutschen Wiedervereinigung gefeiert. Nach den Ansprachen von Unterstaatssekretärin Christiane Gertrud Cosmatu (DRI) und dem Vorsitzenden des Altreichforums Dr. Klaus Fabritius wurde eine Ausstellung des  Hobbyfotografen Fabritius zum Thema „Bayern“ eröffnet. Unter der Fassade des Münchner Rathauses, Schloss Nymphenburg oder dem botanischen Garten mundete dann das Festmenü fast wie im Biergarten. Für schmissige musikalische Unterhaltung sorgte das Orchester „Karpaten-Show“ unter Leitung von Hans Groza. Fabritius führte in seiner Rede historische Eckdaten vor Augen: 1945 wurde Deutschland in vier Teile geteilt; aus dem französischen, englischen und US-amerikanischen Sektor ging die BRD hervor, aus dem russischen die DDR. Es folgten 45 Jahre Eiserner Vorhang, symbolisiert durch die Berliner Mauer: „Eine Zeit, in der Deutsche von Deutschen erschossen wurden, weil sie versuchten, von Deutschland nach Deutschland zu gelangen...“

Cosmatu resümierte in ihrer Ansprache die wichtigsten Grundgedanken aus den Reden von Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck: Dass die Wiedervereinigung ohne die friedliche Revolution in der DDR genausowenig denkbar gewesen wäre, wie ohne die diplomatische Überzeugungsarbeit der Regierung Kohl/Genscher. Vergleicht man sie als Herausforderung mit der heutigen Flüchtlingskrise, so ging es damals um das Zusammenwachsen von Menschen gleicher Sprache und Kultur, mit Verbindungen durch Verwandte, Freunde oder Kirche. Heute, zitiert sie Gauck, soll  jedoch „zusammenwachsen, was bisher nicht zusammen gehörte“. Menschen verschiedener Herkunftsländer, Hautfarben, Religionen und Kulturen. „Doch unsere Werte stehen nicht zur Disposition“, beruft sich der Bundespräsident auf „politische unumstößliche Grundentscheidungen“. „In Rumänien leben die Minderheiten seit jeher friedlich zusammen - und das sollten wir auch weiterhin tun“ resümiert Christiane Cosmatu. Dann ergänzt sie ein wenig nachdenklich, „auch mit den Neuen.“

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