Gedenktafel für Enescu – Karansebesch initiiert Enescu-Erinnerungskult im Banat

Samstag, 23. Juli 2016

Karansebesch – Das Lichtspielhaus „Luna“ in Karansebesch, in unmittelbarer Nähe des Rathauses, wurde mit Mitteln der Stadt generalüberholt und ist jetzt eines der drei Kinos, die im Banater Bergland wieder in Betrieb genommen wurden (neben „Dacia“ in Reschitza und dem ebenfalls generalüberholten Kino in Orawitza). Kulturhausdirektor Ioan Cojocaru hat jetzt die Initiative gestartet, im Banat die Konzertourneen des Violinisten, Dirigenten und Komponisten George Enescu, der bekannteste Komponist Rumäniens, mittels Erinnerungsplaketten und -konzerten nachzuzeichnen. Laut Erkenntnissen des Musikologen Constantin Tufaru Stan („George Enescu – Consonanţe bănăţene“) hat Enescu, der „im kulturellen Topos des Banats vor allem von den barocken Akzenten des Raums fasziniert war“, zwischen 1912 und 1943 in Lugosch zehn Konzerte bestritten (1912 überhaupt sein erstes Konzert im Banat), ist in Karansebesch dreimal aufgetreten (1922, 1927 und 1929), wo er jeweils Gast eines musikbegeisterten Bürgermeisters (von Beruf Jurist) war, der selber ein philharmonisches Orchester der Stadt dirigierte, einmal - 1931 - in Orawitza und 23 Mal in Temeswar.

An der Straßenfront des renovierten Luna-Kinos wurde nun in Karansebesch eine Granitplakette angebracht, die an die Konzerte von Enescu in Karansebesch erinnert. Im Anschluss an die Enthüllungszeremonie der Plakette begab man sich in die unweite Synagoge von Karansebesch, wo das erwähnte Buch über Enescus Banat-Konzerte in Anwesenheit des Autors vorgestellt wurde. Dort gab es dann ein symphonisches Konzert, das von Schülern, Studenten und Lehrkräften der Bukarester Kunst- und Musikschulen „George Enescu“ und „Dinu Lipatti“, der Temeswarer Musikschule „Ion Vidu“, der Musikschule „Sabin Drăgoi“ aus Arad sowie der Fakultät für Musik und Theater der Temeswarer West-Universität bestritten wurde. Am Wochenende wird auch in Orawitza, im Alten Theater, ein ähnliches Konzert veranstaltet, das von der Stadtverwaltung und vom Direktor des Theaters, Dr. Ionel Bota, organisiert wurde.

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