Geeint durch das Interesse an deutscher Minderheit

Sommerschule des DAAD zur Interkulturalität und Mehrsprachigkeit in Siebenbürgen

Mittwoch, 26. September 2012

Die Teilnehmer diskutierten zum Abschluss über ihre Eindrücke in Siebenbürgen. Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Die Universitätsflure liegen noch verlassen da. Nur die Türen von Raum 16 stehen offen. Drinnen sind junge Leute zugange, große, selbstgestaltete Plakate an der Tafel zu befestigen. Radu Stanca-Theater kann man dort lesen, Deutscher Wirtschaftsclub, Hermannstädter Zeitung und viele weitere Namen „deutscher“ Institutionen in Hermannstadt/Sibiu. Diese besuchten die 19 Teilnehmer einer Sommerschule, die am vergangenen Sonntag zu Ende ging.

„Interkulturalität und Mehrsprachigkeit im siebenbürgischen Karpatenbogen“ lautete das Thema der Sommerschule zwischen dem 6. und 23. September. Organisiert wurde sie gemeinsam von der Germanistikfakultät der Lucian-Blaga-Universität (ULBS) und dem DAAD-Lektorat. Das Thema habe man gewählt, weil es ein Forschungsschwerpunkt der Fakultät sei, sagte Prof. Maria Sass, eine der Organisatorinnen. Die Teilnehmer eine das Interesse an der deutschen Minderheit in Siebenbürgen, deren Geschichte, Sprache, Kultur, Architektur und Wirtschaft, ergänzte Dr. Ellen Tichy, Lektorin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an der ULBS.

Gemeinsam mit ihren Germanistikkolleginnen Sass und Dr. Nora Căpăţână hatte sie das umfangreiche Programm der Sommerschule zusammengestellt. Die Teilnehmer erhielten einen Einblick in die Rumäniendeutsche Literatur sowohl in Vorträgen als auch bei einem Besuch des Schriftstellers Eginald Schlattner als auch bei einer Lesung mit Joachim Wittstock. Über die deutschen Sprachvarietäten in Rumänien informierte Dr. Johanna Bottesch sowie Dr. Sigrid Haldenwang über die sächsischen Dialekte. Daneben gab es Einblicke in den Hermannstädter Barock von Dr. Gudrun-Liane Ittu, Dr. Sunhild Galter sprach zu den Studenten und Professoren über „Deutsch in Rumänien. Identität und Alterität“. Einer der Teilnehmer, Prof. Kai Brodersen, hielt einen Vortrag über „Die Römer in Siebenbürgen“.

Die Sommerschule wurde durch das Go East-Programm finanziert. Ziel dieser Initiative des DAAD ist es, deutsche Studenten und Akademiker zu Studien- und Forschungsaufenthalten in Mittel- und Osteuropa zu interessieren.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*