„Gegen die Zerstörung unseres Kulturerbes“

Kooperationsprotokoll soll Kräfte im Bemühen um en Kulturerbeschutz bündeln

Donnerstag, 21. März 2013

Für ein gemeinsames Ziel: Răzvan Pop, Gerhild Rudolf, Caroline Fernolend, Valeriu Olaru, Michael Engel (v.l.). Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Ein Kooperationsprotokoll zum Schutz des mobilen und immobilen Kulturerbes in Siebenbürgen unterzeichneten am Dienstag Vertreter von 26 Institutionen und Vereinen in Hermannstadt/Sibiu. Initiiert wurde das Treffen von der Stiftung Heritas, dem Mihai-Eminescu-Trust (MET) sowie dem Hermannstädter Museumskomplex Astra. Im zum Astra-Museum gehörenden Schatzkästlein am Kleinen Ring/Piaţa Mică fand die Unterzeichnung statt.

Hausherr Valeriu Olaru, Direktor des Astra-Museums, wies in seinem Grußwort darauf hin, dass die gemeinsame Aufgabe darin bestehe, dass zu retten, was noch vorhanden ist. Er bot die Unterstützung seiner Institution an, wenn es um den Schutz von Kulturgütern gehe. Das Astra-Museum verfüge über Erfahrung, umfangreiche Datenbanken, Fachleute und ein modernes Restaurierungszentrum.

Aus Deutschweißkirch/Viscri angereist war Caroline Fernolend, die Geschäftsführerin des Mihai-Eminescu-Trust. Es handele sich um eine sehr einfache Vereinbarung, auf deren Grundlage die Zusammenarbeit und der Informationsfluss zwischen den Unterzeichnern koordiniert werden soll, ohne diese in ihrer Arbeit einzuengen, sagte sie an die Teilnehmer gewandt. „Wir haben ein gemeinsames Ziel, nämlich die Bewahrung, Restaurierung und Nutzung von materiellem und immateriellem Kulturerbe, und dennoch sind wir sehr unterschiedlich. Einige Partner gibt es schon sehr lange, wie das Astra-Museum, andere sind erst in den vergangenen Jahren gegründet worden, verschieden sind auch die Tätigkeitsfelder: manche der Organisationen kümmern sich um Schulen und Jugendliche oder um die lokalen Gemeinschaften bzw. die Ausbildung von Handwerkern, andere organisieren Festivals oder Märkte für lokale Produkte.“

Der gemeinsame Feind sei die Zerstörung „unseres Kulturerbes“. Dieses sei der größte Reichtum des Landes, so Fernolend. Michael Engel von der Hermannstädter Stiftung Heritas teilte mit, dass das Protokoll auch anderen Institionen auf dem Gebiet offen stehe, auch in anderen Landesteilen. Eine entsprechende Anfrage habe es vom rumänischen Icomos-Institut gegeben.

Die jetzige Unterzeichnung geht auf eine Initiative aus dem November 2012 zurück. Damals trafen sich einige Organisationen auf Einladung des MET im Hermannstädter Forumshaus, um mögliche Formen der Kooperation zu diskutieren. Zu den Unterzeichnern des Protokolls sind das Landeskonsistorium der evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, die evangelischen Bezirkskonsistorien Hermannstadt, Kronstadt/Braşov und Mediasch, die Lokalen Aktionsgruppen „Mărginimea Sibiului“, „Mediascher Hochebene“ und „Kokelland“, die Hermannstädter Kreisdirektionen für Tourismus und Denkmalschutz, der Architektenorden Filiale Hermannstadt-Vâlcea, die Stiftung Adept, die Siebenbürgisch-Sächsische Stiftung oder die Lucian-Blaga-Universität.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 22.03 2013, 01:35
Eine große Sache ,was diese Menschen zur erhaltung ihrer und der deutschen Kultur im allgemeinen .,in Siebenbürgen geleistet haben und weiter leisten. Ich bereise sei 15 Jahren Siebenbürgen. Hunderte aberhunderte von Kulturstädten ,Dorfer Kirchen , Burgen. Schulen , Kindergärten , Friedhöfe.. Theather ..ach..u.s.w natürlich auch Siebenbürger ihre Familien ihre Häuser alleshabe ich mir angeschaut. und erst wenig gesehen.. Sie machen etwas großes..Die Geschichte wird dies so schreiben..

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