Gehälter könnten bloß um fünf Prozent wachsen

IWF-Chef für Rumänien, Jeffrey Franks, warnt Regierung

Samstag, 24. März 2012

Jeffrey Franks und Traian Băsescu Archivfoto: Agerpres

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Der Chef der IWF-Mission für Rumänien, Jeffrey Franks, hat in einem Interview auf The Money Channel die Regierung vor einer Gehaltserhöhung gewarnt: Es reiche nicht, dass der Staat über die Mittel verfügt, wichtig sei, dass die Summe, die im Staatshaushalt für Gehälter vorgesehen ist, nicht überschritten wird. Dabei müsse man die Bestimmungen des Gesetzes über die fiskalische Verantwortung einhalten.
Es gebe trotzdem einen bescheidenen Spielraum, um die Gehälter zu erhöhen. Franks ist der Meinung, dass es sich um 4 -5 Prozent handeln könnte. Diesem Standpunkt hat sich jetzt auch PDL-Sprecher Sever Voinescu angeschlossen. Präsident Traian Băsescu hatte eine Erhöhung von 15 Prozent angepeilt.
Der IWF hatte zuletzt die Wachstumsprognose Rumäniens herabgesetzt, nachdem das Winterwetter das Wachstum im ersten Quartal verlangsamt hat. „Wenn es sich aber nur um das Wetter handelt“, sagte Jeffrey Franks, „dann ist im zweiten Quartal mit einem raschen Aufholen zu rechnen.“
Inzwischen hat der IWF auf seiner Vorstandssitzung von Mittwoch eine weitere Teilzahlung in Höhe von 500 Millionen Euro an Rumänien freigegeben. Das vorsorgliche Abkommen Rumäniens mit dem IWF ist etwa 2 Milliarden Dollar schwer. Der Kredit soll aber nur im Ernstfall abgerufen werden, was bisher nicht der Fall war.

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