Geheimdienst hatte vor Abitur-Betrug gewarnt

Weitere Fälle werden jetzt untersucht

Freitag, 12. Juli 2013

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Der Sprecher des Inlandsnachrichtendienstes SRI, Sorin Sava, teilte in einer Fernsehsendung mit, dass der Dienst rechtzeitig auf bevorstehende Betrugsfälle beim Abitur 2013 aufmerksam gemacht habe. Diese Warnungen seien ans Bildungsministerium gegangen, an die Staatsanwaltschaft und an den Premier. Auf die Frage, warum sich ein Geheimdienst mit solchen Angelegenheiten beschäftigen müsse, antwortete Sava, dass der Dienst es für wichtig halte, dass man Korruptionsfällen vorbeugt und sie rechtzeitig bekämpft.

Über das Bukarester Lyzeum „Dimitrie Bolintineanu“ wird gesagt, dass man bereits im Monat Mai auf den Hinweis von SRI „streng geheim“ mit der Überwachung begonnen habe. Inzwischen wurden bis Mittwochabend bei der hauptstädtischen Polizei 54 von den 59 vorgeladenen Schülern vernommen. Ursprünglich standen 100 Schüler auf der Liste, aber dann hatten die Staatsanwälte auf einen Teil verzichtet. Die gewesene Direktorin der Schule, Costica Vărzaru, sitzt nach wie vor für 29 Tage in Untersuchungshaft, das Gericht hat ihr Ansuchen, sie auf freiem Fuß zu vernehmen, abgewiesen.

Inzwischen haben sich Staatsanwaltschaft und Polizei weiteren Lyzeen zugewendet, bei denen der Verdacht besteht, dass beim Abitur betrogen wurde. Im Kreis Temesch sind das Schulen in Gătaia und Detta und im Kreis Konstanza eine Schule in Mangalia.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 14.07 2013, 15:28
Tja - der Geheimdienst hat eben doch nur einen anderen Namen erhalten - die Tätigkeitsfelder blieben offensichtlich gleich. Wen wundert das, in einem Land mit solchem "Reformwillen".
Das Bukarester Lyzeum ist doch nur die Spitze des Eisbergs - mit ein wenig Logik erkennt man an den Ergebnissen der Jahre zuvor, in Verbindung u.a. mit der enormen Anzahl von Fehlstunden der Schülerschaft, wie die Prüfungen abgelaufen sind. Das ist doch ganz so, wie mit den vielen tollen Neuwagen und großen Eigenheimneubauten z.B. der Zöllner - für solche offenen Geheimnisse braucht es eigentlich keinen Überwachungsdienst.
Korruptionsbekämpfung ist doch eh nur ein Instrument in den politischen Machtspielchen - wenn diejenigen, die die Schnauzen im Trog haben, die Vorderpfoten auch noch mit hineinstrecken wollen und sich dazu Platz verschaffen müssen.
Norbert, 13.07 2013, 21:49
Man brauch da schon ausgebildete Fachleute. Das kann die Polizei nicht. Der Geheimdienst weis was man in den BH steckt .Rumänen sind da Spezialisten. Sie saufen erst mal ne Flasche Schnaps mit den Damen ,und stellen sie dann auf den Kopf ,bis das rumänische Toilettenpapier Ron aus dem Büstenhalter fällt..Da ist die Polizei nicht geschult darauf...
sraffa, 12.07 2013, 17:40
Es ist nicht die Aufgebe einer Inlandsspionage, normaler Kriminalität nachzugehen. Daß aber offensichtlich diese Aufgabe niemand der normalen Staatsanwaltschaft / Polizei zutraut zeigt deutlich die miserable Reputation dieser Behörden.
Neben der Beschränkung der selbsternannten Immunität für kriminelle Parlamentarierer sollte vor allen Dingen bei der Exekutivgewalt ( Polizei etc. ) endlich einmal Ordnung geschaffen werden - auch wenn es sehr schwer wird, !

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