Geld und Projekt zusammenführen

Dragu Gheţea: „In Rumänien ist noch so vieles zu bauen“

Samstag, 02. November 2013

Über 200 Teilnehmer verfolgen gespannt die Vorträge zum Markt des Donauraums in der Nationalbank Rumäniens.
Foto: Manuel Pape

Die einen haben die Idee, die anderen das Geld. Am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche fanden diese beiden voneinander abhängigen Parteien zusammen. In der Nationalbank Rumäniens kamen 210 Teilnehmer aus Ländern des Donauraums beim dritten Donau-Finanzdialog ins Gespräch, darunter Projektentwickler und Investoren.
Renommierte Gäste zählten in ihren Vorträgen die Vorteile, Herausforderungen und Gelegenheiten  des rumänischen Marktes und des Marktes der gesamten Donauregion auf. So erklärte Radu Gheţea, Präsident der Rumänischen Bankengesellschaft: „In Frankreich und Deutschland gibt es überall Autobahnen. Weil sie gebaut wurden. In Rumänien ist noch so vieles zu bauen.“ Darüber hinaus pries er das „fantastische Potenzial der Landwirtschaft“ sowie das „sichere und zuverlässige Bankensystem“ an.

Neben einer Vielzahl von Vorträgen und Vortragenden stand für die Teilnehmer aber etwas anderes im Vordergrund: Kontakte. In Vieraugengesprächen tauschten Promotoren und Investoren, sowohl aus dem staatlichen als auch aus dem privaten Sektor, ihre Ideen beziehungsweise Vorstellungen aus – vergleichbar mit dem Prinzip einer Speeddating-Veranstaltung, bei der die Teilnehmer den Gesprächspartner nach Ablauf einer bestimmten Zeit wechseln müssen.
Das nutzte auch Rumjana Hilpert von der Landesagentur für Umwelttechnik Baden-Württemberg. Hilpert ist verantwortlich für ein für April geplantes Umwelttechniknetzwerk im Donauraum. „Ich bin hier, um Länder und Partner zu finden”, berichtet Hilpert, „ich suche so viele Projekte wie möglich.”

Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, Österreich, Spanien, Italien, Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Slowenien und Serbien. Ausschlaggebend für den Kongress ist der aufgrund einer Initiative von Österreich und Rumänien ins Leben gerufene Aktionsplan zum EU-Donaustrategieraum, der 2010 den Donauraum als zweite Makroregion nach dem Ostseestrategieraum etablierte. Seine erklärten Ziele sind die Anbindung des Donauraums, der Umweltschutz im Donauraum, Aufbau von Wohlstand im Donauraum und die Stärkung des Donauraums. Dazu werden im Aktionsplan elf Prioritäten gesetzt. Koordinator der Priorität zehn der EU-Donauraumstrategie (zur Intensivierung der institutionellen Kapazität und Zusammenarbeit), Kurt Puchinger aus Wien, organisierte das diesjährige Event in Bukarest zusammen mit der Metis GmbH, einem europäischen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Wien.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 03.11 2013, 23:26
Die Überschrift ist gut. Nur die Rumänen haben weder Geld noch Ideen.

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