Geldwäsche: Ioana Băsescu und Elena Udrea bei DNA

Es geht um Gesetzwidrigkeiten beim Wahlkampf 2009

Samstag, 24. September 2016

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Mutmaßliche Straftaten im Wahlkampf von Traian Băsescu 2009 – ein Bestechungsfall von einer Million Lei – rollt die Antikorruptionsbehörde DNA auf: Beschuldigt und für 60 Tage unter Polizeiaufsicht gestellt wurden Donnerstag mehrere Personen.

Die Notarin Ioana Băsescu, die älteste Tochter des ehemaligen Präsidenten, wird beschuldigt, zum Amtsmissbrauch und zur Geldwäsche angestiftet zu haben. Elena Udrea, Ex-Ministerin für Entwicklung und Tourismus, ist in fünf Fälle von Geldwäsche verwickelt. Beschuldigt werden auch Gheorghe Nastasia, Generalsekretär im selben Ministerium (Bestechungsannahme), Victor Tarhon, Ex-Vorsitzender des Kreisrats Tulcea (Bestechungsannahme), Silviu Wagner, gewesener Direktor von Oil Terminal (Amtsmissbrauch). Dieser soll von einer Summe von 419.000 Lei, die Ioana Băsescu gefordert hatte, eine erste Tranche von 100.000 Lei an eine Werbefirma überwiesen haben, die vom damaligen Lebenspartner der Präsidententochter, Giovanni Francesco, kontrolliert wurde. Mit dem Geld sollen die zwei 2010 eine Lustreise nach Kuba gemacht haben.

Ex-Präsident Traian Băsescu hatte schon Mittwochabend in einem Fernsehsender gewettert, „von Laura Codruţa Kövesi geförderte Staatsanwälte“ hätten es darauf abgesehen, seine Familie zu vernichten. Er würde bald Namen nennen.

Kommentare zu diesem Artikel

Peter, 27.09 2016, 13:50
Bei solchen Vorlagen muss das politische Kabarett, in Rumänien, ein abendfüllendes Programm sein. Wenn ich mir vorstelle was ein Dieter Hildebrandt, Werner Schneyder oder ein Urban Priol aus dem Prozedere der rumänischen Politiker machen, würde das ein sehr unterhaltsamer Abend werden.
Sraffa, 27.09 2016, 02:06
Basescu kommt mir vor wie Luis de Funes. Immer wieder droht er völlig folgenlos mit Namen, die er nennen will. Er merkt seine Bedeutungslosigkeit nicht mehr.

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