Gemeinschaftswerke der Zusammenarbeit von HOGs und Burzenländer Kirchengemeinden (III)

Die zu Weihnachten und der Jahreswende erschienenen Heimatblätter – ein bestes diesbezügliches Spiegelbild

Sonntag, 09. Februar 2014

„Die Zeitung der Rosenauer Nachbarschaft e. V.“
(Nr. 77, Winterausgabe 2013, Jahrgang 50)

Das „Wort der Besinnung“ verfasst von Pfarrer i. R.Otto Reich bietet Gedanken zu Weihnachten. Wie der Schriftleiter der Publikation, Horst Boltres,  „Aus der Redaktionsstube“ verlauten lässt, kommt diese Rubrik immer gut bei den Lesern an. Sicher werden bei dem diesjährigen 13. Treffen  der Rosenauer, das vom 3. bis zum 5. Oktober 2014 in Friedrichroda stattfindet, und zu dem einleitend zu dieser Ausgabe eingeladen wird, auch andere Meinungen bezüglich  dieser Publikation  der Rosenauer Heimatortsgemeinschaft in Deutschland, geäußert. Alle erforderlichen Informationen bezüglich Anreise, Buchung, Unterkunft werden den Rosenauern geboten die bei diesem Anlass auch den neuen Vorstand ihres Verbandes wählen werden.

Zwei weitere Berichte von in Deutschland stattgefundenen siebenbürgisch-sächsischen Veranstaltungen folgen im Inhalt für die Leser. Kurt-Hans Wellmann, zweiter Nachbarvater, berichtet über das Burzenländer Musikantentreffen das vom 1. bis 3. November 2013 im Festsaal des Berghotels in Friedrichroda stattgefunden hat, während der Beitrag von Siegbert Bruss  sich auf die Tagung der Heimatortsgemeinschaften (Bad Kissingen, 25. – 27. Oktober 2013) bezieht, die Vertreter der jeweiligen Gemeinschaften vereinte und wo wichtige Beschlüsse gefasst wurden. Insgesamt gehören dem HOG-Verband 131 Heimatortsgemeinschaften an, die im deutschen Sprachraum die  aus Siebenbürgen ausgesiedelten Sachsen vertreten.

Aus der Heimat ist der Jahresbericht von Pfarrer Kurt Boltres einzusehen der sich auf die Ereignisse des Vorjahres in der evangelischen Kirchengemeinde A.B. von Rosenau bezieht. Dabei erwähnt er das regelmäßige Erscheinen des Gemeindebriefs „EinBlick“ der für die beiden von ihm betreuten Kirchengemeinden, Honigberg und Rosenau, herausgegeben wird, äußert Gedanken bezüglich des Friedhofes, schildert die Tätigkeit des Frauenkreises, bezieht sich auf die Feier des Erntedankfestes, und auf die Konzertreihe „Musica barcensis“, die mit Erfolg auch in Rosenau ausgetragen wurde.  Die Beziehungen zum Bürgermeister und dem Rathaus der Stadt sind gut, doch ein Bedauern drückt Pfarrer Boltres dabei aus, dass bei der Eröffnung des neuen Schuljahres keine offizielle Einladung an die Kirchenleitung ausgesprochen wurde. Dieses, nachdem an die ehemalige deutsche Schule ein Neubau angeschlossen wurde und sie nun unter dem Namen „Peter Thal“ eingeweiht worden ist.
Weiter erfährt man aus der Heimat das Ergebnis der kirchlichen Wahlen in Rosenau wobei zum neuen Kurator Nelu Stoicule] gewählt wurde.

Aus dem kürzlich erschienenen Roman „Der müde Lord“ von dem in Heidelberg lebenden Autor mit Rosenauer Wurzeln,  Dieter Roth, werden Auszüge gebracht, die Jugenderinnerungen an Rosenau bieten, aber auch soziale Aspekte  jener Zeit die er hier verbrachte, wie auch in Bukarest wo er als Redakteur wirkte. Diese sprechen sicher die Rosenauer an und laden zum Lesen des gesamten Romans ein. Fast 20 Jahre war er Feuilletonchef der Heidelberger „Rhein-Neckar-Zeitung“, sodass das Buch keiner weiteren Vorstellung benötigt.

Auch diese Ausgabe enthält weitere Berichte, Familieninformationen und ein reiches Bildmaterial die den umfassendes Inhalt mitgestalten.  

„Rothbächer Heimatbrief“
(Nr. 26, Dezember 2013)

Hauptthema dieser Ausgabe des „Rothbächer Heimatbriefes“, herausgegeben von dieser Burzenländer Heimatgemeinschaft in Deutschland, ist das Treffen der Rothbächer, das im Mai des Vorjahres  in Würzburg stattgefunden hat. Es war das 12. Treffen an dem sich zahlreiche Rothbächer Familien beteiligten, diesmal in einem neuen Rahmen – im Saal des Landesamtes für Finanzen Würzburg. Begrüßt wurden die Anwesenden von Nachbarvater Hans Leer. Einleitend war ein Diavortrag  mit Ansichten der Heimatgemeinde Rothbach/Rotbav von Brigitte Mayer geboten worden. Aus dem anschließenden Jahresbericht des Nachbarvaters ist zu entnehmen, dass der Heimatortsgemeinschaft Rothbach  96 Familien angehören – in der Heimatgemeinde sind es noch 13 Kirchenglieder – und diese zahlreich auch am Heimattag in Dinkelsbühl teilgenommen haben. Auch informierte der Nachbarvater über die Projekte bezüglich der Erstellung einer Dokumentation „Friedhöfe im Burzenland“ nachdem kürzlich ein reicher Band über „Die Blaskapellen im Burzenland“ erschienen ist und an einer Dokumentation über die wirtschaftliche Entwicklung des Burzenlandes gearbeitet wird.

Bezüglich dem Rothbächer Treffen  sind im Inhalt weitere Beiträge zu lesen, die von Monika und Hermann Thiess sowie Hans Mayer gezeichnet sind, wie auch ein Bericht in der „Siebenbürgischen Zeitung“ von Ottmar Schall, der übrigens auch weitere Beiträge dieser Ausgabe zeichnet und ein vielseitiges, informatives Fotomaterial dazu geboten hat. Aus einem von ihm geführten Telefongespräch mit der Kuratorin aus der Heimatgemeinde, Marianne Berbecar, und mit Oswald Paul ist zu entnehmen, dass es Probleme mit der Instandhaltung der Kirchturmuhr gibt, dass ein Architekt die Kirche mit Ringmauer begutachtet hat, für deren Renovierung es jedoch eine große Summe Geld benötigen würde, dass im Mai in die Kirche eingebrochen wurde wobei ein Fenster eingeschlagen  und Schaden der Orgel zugefügt wurde, dass an der Friedhofsmauer und dem -tor gearbeitet wurde. Weitere Notizen aus Siebenbürgen und Informationen des HOG-Vorstands enthaltenzusätzliche Aufklärungen für die Rothbächer. Die Reiseberichte in der Heimat, aber auch jene aus  Thüringen, Mexiko oder den USA zeigen, dass Rothbächer gelegentlich rund um den Erdball anzutreffen sind.

Die vielseitige Ausgabe des Heimatbriefes für dessen Layout und Druck Karl Klein verantwortlich ist, wird durch die Familiennachrichten ergänzt und bietet somit ein umfassendes Bild der HOG, wie auch aus der Burzenländer Heimatgemeinde.   

„Schirkanyer Heimatblatt“
(20. Ausgabe, Dezember 2013)

Diese Ausgabe der Publikation „Schirkanyer Heimatblatt“ ist dem 30-jährigen Bestehen dieser Heimatortsgemeinschaft in Deutschland gewidmet. Auch umfasst sie als Beilage eine Ausgabe unserer Wochenschrift „Karpatenrundschau“ vom 7. November 2013 in der Aktuelles aus der Heimat berichtet wird. Praktisch handelt es sich um ein Werbeexemplar durch das die Leser in Deutschland aufgeklärt werden, wie sie unsere Publikation als Beilage der ADZ beziehen können. Dafür sprechen wir unseren aufrichtigen Dank an den Vorstand der Heimatortsgemeinschaft, an dessen Vorsitzenden Jürgen Foith, aus.

Das Jubiläum des 30-jährigen Bestehens der Heimatortsgemeinschaft wurde im September 2013 , im Rahmen des 15. Schirkanyer Treffens in Meitingen begangen. In seinem Vorwort zu dieser Ausgabe dankt  Jürgen Foith auch für die Wiederwahl des alten Vorstands der  weiterhin versuchen wird, die Schirkanyer „würdig zu vertreten, sei es in der Verbandsarbeit oder aber in der Unterstützung der Gemeinde Schirkanyen“. Er versichert, dass der Kontakt zu der Heimatgemeinde nicht abreißen wird; Gespräche mit der Orts- und Kirchenvertretung sind für dieses Jahr eingeplant. Besinnlich ist die Predigt von Pfarrer Hans-Gert Gross anlässlich des Treffens über das  Dagy Föllinger berichtet. Krimhild Bonfert  erwähnt einige Stichpunkte in der 30-jährigen Tätigkeit der HOG, ein Jubiläum  das auch die Teilnahmen an dem Heimattag in Dinkelsbühl oder dem 15. Treffen der Heimatortsgemeinschaften in Deutschland kennzeichnete.

Die aus Schirkanyen ausgereisten Sachsen hatten besonders Augsburg zum Ziel. Renate Scharlo erinnert sich an die ersten Schirkanyer die vor 40 Jahren da eintrafen. Hans Günther Kessler bietet in diesem Kontext auch ein Porträt eines gebürtigen Schirkanyers, Hans Sommerburger (1920 – 1996), der sich als Mitbegründer von siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaftseinrichtungen besondere Verdienste erworben hat. Aus der Geschichte der Heimatgemeinde wird  die Jugendfahne von Schirkanyen vorgestellt die auch im Heimatkalender 2014 der Burzenländer Heimatortsgemeinschaften einen würdigen Platz gefunden hat.

Aus der Geschichte von Schirkanyen wird die  ehemalige Kirchenmühle aus der Ortschaft, die am 25. Oktober 1863 eingeweiht worden war und im Heimatkalender 2004 nach einem Aquarell von Silvia Buhn vorgestellt wurde, nun vergegenwärtigt, sowie die ehemalige Jugendfahne.

Diese  informative Ausgabe, gekennzeichnet auch durch die anschauliche Illustration, umfasst weitere Materialien, die sicher den Leser ansprechen und anregen. Otmar Rothbächer beispielsweise versucht in seinem Beitrag eine Antwort auf die Frage „Warum sind wir hier?“ zu finden.

(Fortsetzung folgt) 

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*