Gemeinschaftswerke der Zusammenarbeit von HOGs und Burzenländer Kirchengemeinden

Die zu Weihnachten und der Jahreswende erschienenen Heimatblätter - ein bestes diesbezügliches Spiegelbild (I)

Sonntag, 26. Januar 2014

Mit großer Aufmerksamkeit und Interesse nehmen wird jedes Mal die in unserer Redaktion eingetroffenen Heimatblätter oder -briefe auf die von den Burzenländer Heimatortsgemeinschaften in Deutschland periodisch herausgebracht werden. Diese ergänzen durch ihren Inhalt die Informationen auch über die hier verbliebenen Gemeinschaften jeweiliger Ortschaft, berichten über die enge Zusammenarbeit zwischen diesen und den in Deutschland bestehenden Heimatortsgemeinschaften. Diese bestehende Bindung führt zur gegenseitigen Unterstützung bei der Durchführung von Gemeinschaftswerken in der Heimat. Im Falle von großen Projekten wie Kirchen- oder Orgelrestaurierungen die bedeutende finanzielle Mittel benötigen, bis hin zur Instandhaltung von Friedhöfen, der gezielten Hilfe für Personen die in Notsituationen geraten, sind die hier zahlenmäßig meist sehr kleinen zurückgebliebenen Gemeinschaften auf die Hilfe ihrer nun in Deutschland oder anderen Ländern lebenden ehemaligen Mitbürgern angewiesen. Die kurze Vorstellung dieser Publikationen löst bei unseren Lesern immer wieder ein reges Interesse aus. Daher bieten wir auch eine kurze Vorstellung der neusten Ausgaben der Heimatblätter.

„Briefe aus Brenndorf“
(38. Jahrgang, 76 Folge, Weihnachten 2013)
 

Die jüngste Ausgabe der Publikation der Brenndörfer HOG in Deutschland erschien kurz vor der Wiedereinweihung der Kirche in dieser Burzenländer Gemeinde, doch sind mehrere Beiträge im Inhalt schon im Vorfeld darauf ausgerichtet worden. Ausführlich berichtet Pfarrer Dr. Peter Klein über die Etappen bis zum Abschluss der Kirchenrenovierung und spricht seinen Dank den Spendern und Mitarbeitern aus die dieses Vorhaben möglich machten. In einem weiteren Beitrag zu diesem Thema bezeichnet Siegbert Bruss, Vorsitzender der HOG Brenndorf, die Renovierung „als Gemeinschaftswerk“. Die Initiative ging 2004 vom Kronstädter Kirchenbezirk aus, da das Gotteshaus nach dem Erdbeben von 1990 beschädigt wurde und ab 2001 aus Sicherheitsgründen nicht mehr für Gottesdienste zugänglich sein konnte. „Die Kirchenrenovierung ist zugleich eine enorme Leistung der evangelischen Kirchengemeinde Brenndorf an der Spitze mit Pfarrer Dr. Peter Klein, Kurator Manfred Copony und anderen Mitgliedern des Kirchenrats“ betont Siegbert Bruss. Über die festliche Einweihung die am 8. Dezember stattgefunden hat, berichteten wir in unserer Wochenschrift Nr. 48/ 12. Dezember 2013.

Die Ausgabe die von der Weihnachtsbotschaft von Pfarrer Helmut Kramer eingeleitet wird, umfasst mehrere Berichte am Rande von stattgefundenen Ereignissen im Rahmen der HOG. Auf Initiative von Altnachbarvater Otto Gliebe wird auch die Rubrik in sächsischer Mundart nun veröffentlicht, wobei die junge Generation mit dem spezifischen Dialekt der Gemeinde vertraut gemacht wird. Detlef Copony bezieht sich auf den Besuch Bayerischer Sänger in Brenndorf. Der Bericht über das dritte Burzenländer Musikantentreffen von Hans-Günther Kessler der schon in mehreren Publikationen zu lesen war, wird wiedergegeben. Eingeladen wird zum Brenndörfer Treffen das am 11. Oktober 2014 in Garching stattfindet, zu dem Nachbarschaftstag der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer der für den 26. - 27. September 2015 eingeplant ist, und zum Brenndörfer Skitreffen am 14. - 16. März 2014 in Tirol. Auch wird der Aufruf an alle Brenndörfer gerichtet, möglichst zahlreich sich am diesjährigen Heimattag in Dinkelsbühl, am 8. Juni 2014, zu beteiligen. Sidona Bauer die am 13. November 2013 im Fach Romanische Philologie/Französische Literatur mit „magna cum laude“ an der renommierten Sorbonne in Paris promovierte und Brenndörfer Wurzeln hat (Jahrgang 1981), stellt sich selbst vor. Man sieht, die Brenndörfer lassen von sich sprechen.

Mit weiteren Informationen aus dem Nachbarschaftsleben, einer reichen Illustration und Nachrichten aus der Heimat wird dieses inhaltsreiche Heft abgeschlossen.
 

„Wir Heldsdörfer“
(Ausgabe 109, Weihnachten 2013)
 

Die rund 90 Seiten umfassende, reich illustrierte Publikation in Farbdruck zeichnet sich durch inhaltliche Vielfalt aus. Erschienen unter der neuen Leitung der Heldsdörfer Heimatortsgemeinschaft, möchten auch wir dieser Erfolg in ihrer neuen Aufgabe wünschen. In seinem Vorwort bietet der HOG Vorsitzende Thomas Georg Nikolaus einen kurzen Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse im Leben der Heimatgemeinschaft im Vorjahr. Bezug nimmt er dabei auf die Teilnahme der Heldsdörfer beim Heimattag in Dinkelsbühl, auf das 12. Heldsdörfer Treffen das in Friedrichroda vom 31. Mai bis 2. Juni stattgefunden hat. Sein Dank richtet sich an den Vorsitzenden Hartfried Depner, sowie an seine Stellvertreterin Heide Rose Tittes die sich dabei nicht mehr zur Wahl stellten. Dem neuen Vorstand gehören als erster stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Depner an der auch für die Redaktion des Heimatbriefes weiterhin zuständig ist, Monika Tontsch als zweite stellvertretende Vorsitzende, sowie Heddi Horvath, Charlotte Reingruber, Markus Adam, Karla Klein, Hans-Otto Thiess, Anneliese Hedwig, Dieter Franz, Hanni-Martha Franz, Hermann Grempels, Gerda und Erhard Tartler die für die verschiedenen Aufgaben zuständig sind.

Nach den einleitenden Mitteilungen, Kurzmeldungen und Lesermeinungen wird ein beachtlicher Raum dem im Mai stattgefundenen Heldsdörfer Treffen gewidmet das in Friedrichroda unter dem Motto „Bunte Abende in Heldsdorf“ stand. Nach der Vorstellung der aktuellen Lage in Heldsdorf durch Altkurator Karl Nikolaus, dem Bericht des Vorstandes geboten von Hartfried Depner, den erfolgten Aussprachen und Vorschlägen, dem Rückblick über die bunten Abende in Heldsdorf, wurde der Festvortrag „Einblicke in Heldsdorfs Vergangenheit und Gegenwart aus der Sicht eines Kronstädters mit Heldsdörfer Wurzeln“ von Wolfgang Wittstock, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen im Kreis Kronstadt, mit großem Interesse aufgenommen.

Auch der uneingeweihte Leser wurde somit mit der vielseitigen Tätigkeit im Rahmen der HOG vertraut gemacht, in die Vergangenheit und Traditionen von Heldsdorf eingeführt. An dem reichen Programm fanden alle Teilnehmer viel Freude. Im Inhalt dieser Ausgabe sind weitere Berichte von Klassentreffen, Goldenen Hochzeiten unterschiedlicher Jahrgänge, von dem im September in Schäßburg stattgefundenen 23. Sachsentreffen, Reiseeindrücke aus der Heimat zu lesen. Informativ ist das mit dem Kronstädter Stadtpfarrer Christian Plajer geführte Gespräch über die Honterusgemeinde, über dessen unlängst bewilligten neuen Leitbild. Die gut strukturierte und vielseitige Ausgabe des Heimatbriefes bietet für alle Leser einen reichen und informativen Inhalt.
 

„Neustädter Nachrichten“
(Nr. 203, Jahrgang 56, Winter 2013)
 

Aktuelle Bilder aus Neustadt und der Brief von Elke Gheorghe zeigen, dass sich auch in der Heimatgemeinde „Neustadt bei Kronstadt“ wie im Untertitel des Heimatbriefes verzeichnet wird, so manches tut. Der neue Marktplatz, renovierte Gebäude, der gepflasterte Weg rund um die Kirchenburg zeugen davon. Auch kann das neue Küsterpaar Sabin Anca und Gattin Maria schon so manches Positive in der Pflege der Kirchenburg und des Friedhofes vorweisen. Zudem nimmt es auch Kirchenführungen vor. Von dem was sich in Neustadt in letzter Zeit getan hat, werden sich die Neustädter beim Heimattreffen das heuer vom 6. - 11. August l.J. in der Heimat ausgetragen wird, selbst überzeugen können. Höhepunkte der Veranstaltung werden die Festgottesdienste von Samstag bzw. Sonntag sein. Am Samstag folgt dann der Aufmarsch von der Kirche zum Gesellschaftssaal unter den Klängen der Burzenländer Blaskapelle, wo ein Neustädter Hochzeitsmenü, natürlich bei Tanz, Gesang und guter Stimmung, geboten wird. Das Treffen klingt am Sonntag dem 11.08., nach dem Gottesdienst mit dem „Keechdoch“ aus.

Die „Neustädter Nachrichten“ die sich durch Farbdruck, ansprechendes Layout und vielseitigen Inhalt auszeichnen, geben die Grüße von Pfarrer Klaus Daniel wieder der sich auf den Zauber des Weihnachtsfestes bezieht. Es folgt im wahrsten Sinne des Wortes „Ein langes Gedicht über die Sachsengeschicht“ von Georg Modjesch, Lehrer i.R. Anschließend erzählen Neustädter über ihre Vorfahren oder Sonstiges aus der Vergangenheit der Gemeinde. Herbert Liess stellt Neustadt aus der Sicht eines Rosenauers vor. Uli Schölkopf bietet Eindrücke seiner Reise nach Transsilvanien, Herwig Müller einen Reisebericht aus dem Annapurnagebiet in Nepal. Das 2011 in der Heimat erschienene Album „Comuna Cristian“, herausgegeben u.a. von dem Rathaus, wird vorgestellt. Berichte vom Burzenländer Blasmusiktreffen, Klassentreffen unterschiedlicher Jahrgänge, Familieninformationen halten den Neustädter auf dem Laufenden mit den aktuellen Geschehen. Ein Künstler mit Neustädter Wurzeln, Chris Lukhaup, der gemeinsam mit seiner Frau Isodora Paz Lopez in der chilenischen Stadt Puente Alto das größte Kunstwerk Südamerikas geschaffen hat mit einer Fläche von 4000qm, wird vorgestellt. Man sieht, Menschen mit siebenbürgisch-sächsischen Wurzeln erfreuen sich oft weltweit eines großen Renommees und werden leider von den eigenen Landsleuten weniger wahrgenommen.

(Fortsetzung folgt)    

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