Generationswechsel in der Gemeinde Hammersdorf

Wilhelm Bielz wurde zum neuen Kurator gewählt

Donnerstag, 23. November 2017

Betina Nasca-Lutsch, Wilhelm Bielz, Mihaela Armean und Susana Gross (v.l.n.r.) Foto: der Verfasser

Am vergangenen Sonntag, dem 19. November, fanden in der Gemeinde Hammersdorf/Gusteriţa Kirchenwahlen statt. Da Altkurator Alfred Gross sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellte, musste ein neuer Kurator gewählt werden. In der Abstimmung setzt sich Wilhelm Bielz mit 10 zu 6 Stimmen gegen Roswitha Scherer durch. 3 Stimmen waren ungültig, da sie für den nicht mehr kandidierenden Alfred Gross abgegeben wurden.

Anschließend fand die Neuwahl des Kirchenrates statt. Hier kandidierten für die drei Sitze fünf Kandidatinnen. Mit 16 Stimmen vereinigte Susana Gross, die Ehefrau des Altkurators, die meisten Stimmen auf sich. Küsterin Mihaela Armean erhielt 14 Stimmen und Betina Nasca-Lutsch 11 Stimmen. Nicht gewählt wurden Regina Pildner und Roswitha Scherer mit je 8 Stimmen. Für den Leitungsrat des Gemeindeverbandes Hermannstadt-Hammersdorf-Schellenberg nominierte die Gemeindeversammlung einstimmig den neuen Kurator Wilhelm Bielz. Der zweite Sitz ging an Betina Nasca-Lutsch mit 14 Stimmen. Die neuen Mandatsträger treten ihr Amt im Rahmen des Gottesdienstes zum 1. Advent, nach Ende der Einspruchsfrist, an.

Der Ausgang der Wahlen ist als deutliches Zeichen dafür zu werten, dass die Kirchengemeinde Hammersdorf innerhalb des Gemeindeverbandes künftig selbstbewusster ihre Interessen gegenüber dem großen Bruder aus Hermannstadt vertreten möchte. In letzter Zeit wurde vieles über ihren Kopf hinweg entschieden. So schrieb die Kirchengemeinde Hermannstadt die Stelle eines Küsterehepaars öffentlich aus, obwohl die Hammersdorfer Gemeinde mit dem jetzigen Küsterehepaar Manfred und Mihaela Armean sehr zufrieden ist und es in jedem Fall behalten möchte. Auch legt die Gemeinde Hammersdorf großen Wert darauf, dass die Charlotte-Dietrich-Schule dauerhaft im Hammersdorfer Schulgebäude verbleiben darf und steht dem im Pfarrhaus angesiedelten Projekt „Grüne Kirchenburg“ aus diversen Gründen eher kritisch gegenüber. Laut einem Erlass des Landeskonsistoriums vom März dieses Jahres steht der Gemeinde Hammersdorf in allen sie betreffenden Fragen ein Vetorecht innerhalb des Gemeindeverbandes zu. Der neue Kirchenrat hat sich nach eigenen Angaben vorgenommen, die Einhaltung dieser Vorschrift gegenüber der Gemeinde Hermannstadt auch durchzusetzen.

Der Kirchengemeinde Hammersdorf gehören derzeit rund 30 Mitglieder an. Weitere Mitglieder sind herzlich willkommen. Seine Mitgliedschaft bereits beantragt hat der frühere Hammersdorfer Klaus-Georg Schmidt, der auch das diesjährige Hammersdorfer Treffen in der Kirchenburg sehr erfolgreich organisiert hat. Auch nach Deutschland Ausgewanderte können Mitglieder im Sonderstatus werden.

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