Gespräch mit Anwärterin auf DNA-Chefposten vertagt

Grund ist eine weitergeleitete Verschlusssache

Samstag, 29. September 2018

Bukarest (ADZ) - Der Hohe Magistraturrat (CSM) hat das für Donnerstag vorgesehene Gespräch mit der sich für den Posten der Chefermittlerin der Antikorruptionsbehörde DNA bewerbenden Staatsanwältin Adina Florea aus Konstanza auf Anfang Oktober vertagt. Grund dafür ist der sich möglicherweise abzeichnende Verdacht, dass die 52-Jährige eine Verschlusssache an Unbefugte weitergeleitet hat.

Die Gerichtsinspektion nimmt zurzeit nämlich die Staatsanwaltschaft Konstanza unter die Lupe, da von dort eine Kopie der unter Verschluss stehenden Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen der Generalstaatsanwaltschaft und dem Inlandsnachrichtendienst SRI an den umstrittenen Regierungsberater Darius Vâlcov weitergeleitet wurde, der das Dokument anschließend online stellte und der Generalstaatsanwaltschaft „geheime Absprachen“ mit dem SRI vorwarf. Zu seinem Pech war die Vereinbarung jedoch nicht geheim – sowohl Generalstaatsanwalt Augustin Lazăr als auch SRI-Chef Eduard Hellvig hatten darüber informiert. Adina Florea bestritt gegenüber dem CSM ausdrücklich, die Verschlussakte an Vâlcov weitergeleitet zu haben, nichtsdestotrotz vertagte der CSM das Bewerbungsgespräch.

Kommentare zu diesem Artikel

Alex, 01.10 2018, 01:11
Immerhin gibt es neben der Präsidentschaft noch eine Institution, die nicht PSD infiziert ist und sich diese zweifelhafte Kandidatin genauer anschaut. Denn wenn auch an die DNA-Spitze eine korrupte Person installiert wird, dann gute Nacht Rumänien...

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