Gesundheitsreform: Ärzte künftig keine Staatsbediensteten mehr

Kassenpersonal wird um bis zu 4000 gekürzt

Dienstag, 19. März 2013

Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - „Große Umwälzungen“ im Gesundheitswesen hatte Ressortminister Eugen Nicolăescu letzte Woche angekündigt – inzwischen nehmen seine Reformpläne langsam Konturen an.

 So teilte der Gesundheitsminister am Sonntag mit, auch an Änderungen der geltenden Funktionsregelungen für das Krankenhauspersonal zu arbeiten. Nicolăescus Reformplänen zufolge sollen Ärzte und Fachpersonal künftig nicht mehr Staatsbedienstete sein, sondern für die Ausübung ihres Berufs folgende Optionen haben: Entweder exklusiver Mitarbeiter eines Krankenhauses zu sein oder ein Arbeitsverhältnis mit noch zu gründenden Privatabteilungen der Hospitäler einzugehen. Drittens überlege man, Ärzte auch anhand von Teilzeitverträgen an Krankenhäusern zu beschäftigen – in diesem Fall stünde es ihnen frei, auch sonstwo zu arbeiten, so der Liberale in einem Gespräch mit dem Sender Realitatea TV.

Tags davor hatte sich der Ressortchef erneut zur angekündigten Auflösung der lokalen Krankenkassen und Gesundheitsdirektionen geäußert: Seinen Schätzungen zufolge würden durch die Neuorganisierung der 40 bestehenden Kreiskrankenkassen in künftig acht Regionalkassen um die 3000 bis 4000 Posten wegfallen, diese Personalkürzung ermögliche Einsparungen in Höhe von rund 50 Mio. Euro, die in Nationalprogramme wie etwa zur Früherkennung von Krebserkrankungen fließen könnten.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 20.03 2013, 18:11
Herr Skeptikus, schreiben sie doch mal was für bedingungen Rumänien seinen Ärtzen bieten sollte, damit sie das Land nicht verlassen. Und zweitens wer dann dies bezahlt. Es ist ok, wenn sie denn Wunsch äußern.Sie sollten im Land bleiben. Ich lese in diesem Forum nur,ich möchte , ich denke, ich meine ach wie schön wäre das. Auch sie haben sich dieses zu eigen gemacht in diesem Bericht.Ich sage dagegen Rumänien ist minestens die nächsten zehn Jahre nicht in der Lage dies zu ändern. Warum .Antwort weil auch die ÄRZTE GELD verdienen wollen. Und da schauen sie wo sie mehr bekommen. Dieses kann und wird Rumänien zu 100 Prozent mindestens die nächsten 10 Jahre nicht schaffen.
Skeptikus, 19.03 2013, 21:54
Es ist dringend noetig den Aerzten Arbeitsbedingungen zu schaffen, wo sie nicht gezwungen sind auszuwandern (die guten haben diese Option - tausende sind in Frankreich, Italien, Deutschland, Noramerika oder Skandinavien). Die anderen nehmen Schwarzgeld, weil sie mit dem Gehalt eines oeffentlichen Bediensteten nicht leben koennen oder verdienen sich in Privatkliniken was dazu. Ich bin aber der strikten Meinung, dass ein ausgebildeter Facharzt ausreichend auch in einem oeffentlichen Krankenhaus verdienen muss, um ohne Schmiergeld eine Familie zu unterhalten. Das ist europaeischer Standart, bzw. Standart in jeder zivilisierten Gesellschaft! Aerzte retten Leben!!

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