Gesundheitsreform: Diskussion um Basispaket eröffnet

Bedürfnisse von Krebspatienten nicht abgedeckt

Freitag, 04. Oktober 2013

Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (ADZ/Mediafax) - Nach sechs Jahren Diskussion stellt das Gesundheitsministerium eine erste Version über die medizinischen Leistungen zur Diskussion, die ab Februar 2014 in Kraft treten sollen. Das Basispaket – gratis für Versicherte wie auch Nichtversicherte – beinhaltet:  8 Untersuchungen für Schwangere und Behandlungen bis zum Monat nach der Geburt; Screening zu Gebärmutterhalskrebs alle 5 Jahre, Dickdarmkrebs alle 2-3 Jahre; Prävention, Behandlung und Monitorisierung von Tuberkulose und epidemischen Krankheiten; Monitorisierung von Geisteskranken mit Verhaltenstherapie; Palliativmedizin. Begründung: Rumänien hat die größte Mortalitätsrate an Gebärmutterkrebs und TBC in der EU.

Palliativmedizin ist derzeit nur 5 Prozent der Krebspatienten zugänglich. Zu den Leistungen beim Hausarzt gehören u. a. jährliche Vorsorgeuntersuchung für Kinder; zwei Untersuchungen alle 3 Jahre für zwischen 18- und 39-Jährige, drei pro Jahr für über 40-Jährige, 3-4 für Risikopatienten mit Herzkrankheiten oder Diabetes Typ 2. Patienten mit Lungenentzündung, Magengeschwür, Diabetes Typ 2, Hepatitis und Rippenbrüchen werden nicht mehr stationär behandelt. Krebspatienten stehen nur 6 Untersuchungen pro Jahr zu. Vasile Barbu, Präsident der Patientenschutzvereinigung ANPP, kritisiert: „Allein für die Diagnose sind teure Analysen nötig, die sich die meisten Patienten nicht leisten können“.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 05.10 2013, 01:40
Traurig,traurig!Gesundheit wird immer mehr vom Portemonaie abhängig!Ist das Sozialdemokratie?Oder ist das ein Geständniss für die tiotale Unfähigkeit???

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