Gesundheitssystem ist viel zu spitalsorientiert

Mehr Flexibilität und Leistungsorientierung gefordert

Samstag, 31. März 2012

Das rumänische Gesundheitssystem ist Gesundheitsminister Ladislau Ritli zufolge derzeit zu spitalorientiert. Viele Krankheiten könne man genauso gut ambulant behandeln.
Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (ADZ/Mediafax) - Auf einer von Mediafax organisierten Konferenz diskutierten am Donnerstag Gesundheitsminister Ladislau Ritli, Vertreter der nationalen Krankenkasse, privater Versicherungen, von Patientenvereinigungen und der Pharmaindustrie über ein neues Konzept für Spitäler und Krankenversicherungen im Rahmen der Gesundheitsreform.
Ein wichtiger Punkt sei die Reorganisation der Spitäler, wobei staatlichen Krankenhäusern mehr Freiheit in der Personalauswahl, Flexibilität für bedarfsbezogene Einstellungen und leistungsorientierte Bezahlung eingeräumt werden soll. Des Weiteren soll Ärzten – wie in anderen EU-Ländern längst der Fall – erlaubt werden, bis zu einem gewissen Grad Privatleistungen in staatlichen Krankenhäusern anzubieten. Staatliche Kliniken sollen gegenüber den privaten konkurrenzfähiger werden. Wichtig sei jedoch, dass vor dem Profitstreben der soziale Aspekt nicht zu kurz käme. Es dürfe nicht passieren, so Marius Savu, Direktor der Verwaltungsbehörde der Bukarester Spitäler, dass sozial schwache Patienten abgewiesen würden.
Auch Gesundheitsminister Ritli betont, Basisleistungen wie Notfallversorgung, Behandlung von Infektionskrankheiten, Geburten einschließlich Wochenbett sollen weiterhin gratis sein. Das rumänische System sei derzeit zu spitalsorientiert, viele Krankheiten könne man genauso gut ambulant behandeln.

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