Gesundheitswesen: Großstreik vorerst abgewendet

Regierung und Gewerkschaften raufen sich zusammen

Donnerstag, 10. Mai 2018

Traten nach elfstündigen Verhandlungen gemeinsam vor die Presse (v. l. n. r.): Gesundheitsministerin Sorina Pintea (PSD), der Chef der Gewerkschaftsföderation „Solidaritatea sanitară“, Viorel Rotilă, SANITAS-Chef Leonard Bărăscu sowie Arbeitsministerin Lia Olguța Vasilescu (ebenfalls PSD).
Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Im Disput um die jüngsten Lohnrückgänge im Gesundheitswesen, insbesondere beim Pflegepersonal, haben sich Regierung und Gewerkschaftsvertreter am Dienstag nach elfstündigen Verhandlungen letztlich doch noch zusammengerauft.

Wie Arbeitsministerin Lia Olguța Vasilescu (PSD) am Abend auf einer Pressekonferenz bekannt gab, werden sämtliche im staatlichen Gesundheitssystem Beschäftigten, die infolge der Gesetzesänderungen Lohneinbußen hinnehmen mussten, finanzielle Ausgleiche erhalten. Zudem soll der Bereitschaftsdienst aus dem gedeckelten Lohnzuschlagsraster wieder ausgeklammert werden, das neue Gesetz werde entsprechend abgeändert, sagte Gesundheitsministerin Sorina Pintea (PSD), die hinzufügte, dass, je nach Fall, in monospezialisierten Krankenhäusern sogar das gedeckelte Zuschlagsraster gelockert werden kann. Das Gesetz sei von vielen Krankenhaus-Manager „subjektiv“ umgesetzt worden, man werde dafür sorgen, dass dies künftig nicht mehr geschehe, fügte Pintea hinzu.

SANITAS-Gewerkschaftschef Leonard Bărăscu teilte seinerseits mit, mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden zu sein, der für Freitag geplante Großstreik werde folglich abgesagt.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 10.05 2018, 10:17
Der Berufslügner Dragnea behauptete unlängst,das durch die "Steuerrevolution" niemand weniger Nettolohn erhält...
Hans hat recht,Gesetze müssen so glasklar formuliert sein,das sie auch einheitlich angewendet werden,von diesen Amateuren kann man das natürlich nicht erwarten.
Hans, 10.05 2018, 09:13
Wenn ich es "subjectiv" umsetzen kann ist es nicht ausreichend formuliert. Schön, dass wieder die anderen Schuld haben, nur nicht die Verfasser des Gesetzes ...

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