Getöteter Dissident Ursu: Prozess nach 31 Jahren

Mittwoch, 03. August 2016

Bukarest (ADZ) – 31 Jahre nach dem gewaltsamen Tod des Ingenieurs und Dichters Gheorghe Ursu, den die kommunistische Geheimpolizei Securitate 1985 wegen regimekritischer Einträge in sein Tagebuch verhaftet und danach buchstäblich zu Tode gefoltert hatte, haben die Militärstaatsanwälte der Generalstaatsanwaltschaft nun am Montag Anklage gegen den damaligen Chef der Staatssicherheitsdienstes, Tudor Postelnicu (85), den früheren Innenminister George Homoştean (93) sowie die an der Folter beteiligten Securitate-Offiziere Marin Pîrvulescu (Major a. D.) und Vasile Hodiş (Oberst a. D.) erhoben, denen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last gelegt werden. Der Prozess ist beim Obersten Gerichts- und Kassationshof anhängig.

Kommentare zu diesem Artikel

Peter, 03.08 2016, 09:27
Es ist beschämend das eine Demokratie über 25 Jahre braucht um die kommunistischen Mörder anzuklagen. Das absolut unverständliche ist, das es sich nicht um irgendwelche Folterer der unter Dienstgrade handelt, sondern um bekannte Personen.
Kritiker, 03.08 2016, 08:48
Es ist schon erstaunlich wie alt diese kommunistischen Schlächter werden, während der Durchschnittsrumäne eine Lebenserwartung von knapp über 70 Jahre hat.

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