Graf Dracula als Markenzeichen

Kronstadt an der ITB 2014

Donnerstag, 20. März 2014

Christian Macedonschi mit einer Ausgabe der extra für die Tourismusmesse herausgegebenen „Dracula“-Zeitung in deutscher Sprache.

Vlad der Pfähler, die historische Vorlage der weltberühmten Romanfigur, die Bram Stoker erfunden hat, ist und bleibt ein Magnet für Touristen. Wenn also Reiseagenturen ihre Urlaubspakete unter dem Slogan: „Besuchen Sie den bekanntesten Vampiren in seinem Schloss“ anpreisen, so melden sich mit Sicherheit viele Interessenten welche den Kitzel des Gruselns spüren wollen. Letztendlich sind es jährlich viele tausend Besucher in der Folterkammer des „Towers“ von London die den selben Adrenalinstoß suchen.

Diese Branchennische spricht auch das Angebot an, das die Kronstädter Kreisagentur für Tourismus (AFPDT) dieses Jahr bei der Internationalen Tourismusmesse in Berlin vorstellte. Dazu gewährte uns AFDP-Vorsitzender Christian Macedonschi ein Kurzinterview.

Was haben Sie 2014 Neues auf der Berliner Messe vorgestellt?

Eine „Gruseltour“ zu den historisch belegten Plätzen, wo sich Vlad der Pfähler nachweislich aufgehalten hat, angefangen vom Kloster Snagov bis nach Târgovişte und Schäßburg, dem vermutlichen Geburtsort, verbunden mit den Standorten. welche mit  dem Grafen  Dracula im Zusammenhang stehen– der Borgo-Pass aus dem Roman im Kreis Bistriţa-Năsăud. Dabei soll eine klare Trennung zwischen historischen Fakten und dem Mythos erfolgen.

Das war also das neue Angebot, was gab es noch auf der  Messe  interessantes?

Etwas sehr Interessantes für Kronstadt: eine sehr erfolgreiche Aufführung, auch mit „Graf Dracula“ (lacht) für welche wir keine Werbung mehr brauchen, die ist schon gesichert! Es ist ein Musical, das in Kronstadt – das ist jetzt ein Vorschlag – in der Weberbastei aufgeführt werden könnte. Es ergibt sich von selbst, dass so etwas erfolgsverdächtig ist, da ja die europaweit bekannte Illustration – der Holzschnitt mit Fürst Vlad,  Gepfählte im Hintergrund sowie eine Stadt welche an Kronstadt erinnert, soll uns mit dem Mythos verbinden.

Es ist, wie gesagt, eine vorhandene Werbung, die uns nichts kostet doch von welcher wir profitieren könnten und sollen. Dabei muss aber wie schon gesagt – und ich betone es mit Nachdruck – eine klare Trennung zwischen Fakten und Fiktion gemacht werden. Die Rundreise könnte durch-aus als Zwischenstopp in Kronstadt einen Abend mit dem Musical-Besuch einschließen. Natürlich sprechen wir jetzt, zurzeit, von einem Konzept an welchem noch gearbeitet wird und das, wie jedes Konzept, verbessert werden kann. Dafür haben wir ja auch die Reiseveranstalter, die uns bei unserem Messestand besucht haben, aufgefordert, auch ihre Vorstellungen einzubringen, um diesen entgegenzukommen.

Würden Sie also die diesjährige Präsenz bei der Berliner Messe als einen Erfolg betrachten?

Ja, unter dem Strich war es eine erfolgreiche Beteiligung, es gibt Interesse und dies müssen wir nur richtig verwerten. Einen Beitrag hatten auch wir dabei mit einer Zeitung, welche wir in Berlin verteilt haben, Deutsch und Englisch, je 1000 Exemplare, die auch im Zeichen von Dracula stand und die wie die warme Semmel aufegangen ist.

Vielen Dank für das Gespräch.

Kommentare zu diesem Artikel

Emil, 25.03 2014, 13:58
Genau deswegen wird es nichts mit dem Tourismus in Rumänien. Wer historischen Schwachsinn auftischt, wird nie die Menschen für das Land begeistern können. Die Menschen sind ja nicht dumm. Was hat ein Fürst der Walachei schon mit Siebenbürgen zu tun. Nichts.

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