Grenzerbilanz: Tendenz zum Schmuggeln bleibt

Internationale Reisefreudigkeit nahm generell ab

Dienstag, 06. August 2013

Zu den häufigsten Schmuggelgütern gehören Zigaretten und Alkohol. Sichergestellt wurden aber auch Waren wie Kaffee, Putzmittel, Brillen, Holzschutzmittel und Holz.
Symbolfoto: sxc.hu

Illegale Migration, verstärkter Schmuggel an Zigaretten und Alkohol, und weniger Reisende nach und aus Rumänien – das einige Eckdaten aus der Halbjahresbilanz des regionalen Grenzschutz-Inspektorates Temeswar/Timişoara, zuständig für die Verwaltungskreise Temesch/Timiş, Karasch-Severin und Mehedinţi. Die Tätigkeit der Grenzpolizisten aus dem Süd-Westen Rumäniens erstreckt sich entlang eines Grenzstreifens von einer Gesamtlänge von 620 Kilometern, 340 davon werden von der Donau gebildet, 280 sind trockene Grenze. Die Zahl der Bürger, die die elf Grenzübergänge in den drei Kreisen passierten, ist in der ersten Jahreshälfte 2013 gegenüber gleichem Zeitraum des Vorjahres zurückgegangen: Von insgesamt 2.510.600 auf 2.235.100. Dabei sei gesagt, dass der Grenzübergang bei Lunga im Kreis Temesch im vergangenen Jahr nicht geöffnet war; 2013 passierten ihn nahezu 1900 Bürger. Von diesen Daten ausgehend, sei darauf hingewiesen, dass an neun der restlichen zehn Grenzübergänge die Zahl der Durchreisenden abgenommen hat. Allein an der rumänisch-ungarischen Grenze, bei Tschanad/Cenad, stieg die Zahl der Touristen um mehr als 125.000. Bei Tschanad gab es mit 916.000 Personen auch den weitaus größten Strom an Durchreisenden. Die wenigsten gab es bei Moldova Veche, Kreis Karasch-Severin, mit 294 Reisenden. 

2300 mal wurde illegales Vorgehen an der Grenze festgestellt.  In 14 Fällen übertraten die Straffälligen die Grenze, in 20 andern Fällen blieb es bei versuchter Grenzüberschreitung, 217 Fälschungen wurden aufgedeckt und 140 mal waren Schmuggel und Zollbetrug der Grund für das Einschreiten der Grenzschützer. Schweren Straftaten machten sich insgesamt 580 Personen schuldig, 1911  Ordnungswidrigkeiten wurden nachgewiesen. In 762 Fällen wurden Verwarnungen ausgesprochen, 1150 mal waren Geldbußen fällig, die sich auf insgesamt 380.000 Lei beliefen. Die Zahl der Bürger, denen die Ausreise verwehrt wurde, war in den ersten sechs Monaten dieses Jahres etwa höher als in der gleichen Zeitspanne des vergangenen Jahres. 866 Bürgern wurde so das Verlassen des Landes verweigert, meist fehlten gültige Reisedokumente oder diese waren abgelaufen. Die Zahl der illegalen Grenzüberschreitungen ist im ersten Halbjahr 2013 stark zurückgegangen: von 1440 in den ersten sechs Monaten 2012 ging die Zahl der implizierten Personen auf 68 zurück. Die meisten Grenzgänger wurden in den Grenzabschnitten der Städte Großsanktnikolaus/Sânnicolau Mare und Hatzfeld/Jimbolia erkannt. Nach wie vor werden an der Süd-West-Grenze Rumäniens vorwiegend Zigaretten geschmuggelt. So wurden in der Zeitspanne 1. Januar  – 30. Juni 2013 innerhalb der Temeswarer Grenzpolizei in den drei in Frage kommenden Verwaltungskreisen 135 Schmuggelfälle mit Zigaretten aufgedeckt. Von den 164 involvierten Personen waren 161 rumänische Staatsbürger. Die meisten Vorfälle wurden von den Grenzschützern bei Naidăş (Kreis Karasch-Severin), Drobeta Turnu-Severin (Kreis Mehedinţi) und in der Nähe der beiden Temescher Grenzübergänge bei Morawitza/Moraviţa und Hatzfeld registriert. Zur Schmuggelware gehörten auch 680 Liter Alkohol, 34 Kilogramm Tabak, 26 Kilogramm Kaffee, über 1100 Kilogramm Putzmittel, fast 900 Brillen, Unkrautvertilgungsmittel und Holz.

In den ersten sechs Monaten versuchen Bürger verschiedener Nationalitäten 23 in Westeuropa gestohlene Autos nach Rumänien einzuführen. Am Steuer der meisten Wagen saßen Rumänen (in 13 Fällen), acht Serben, ein Bosnier und ein Bulgare. Die meisten der geschmuggelten Autos kamen aus Italien, gefolgt von Spanien und Bulgarien. Der Leiter des regionalen Grenzpolizei-Inspektorates, Hauptkommissar Ion Mirescu, sagte zu seiner sechsmonatigen Bilanz, dass diese allgemein als positiv eingeschätzt werden kann und auf „Teamarbeit, Ernsthaftigkeit und guter beruflicher Ausbildung“ zurückzuführen sei.

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